Mein Linux: Linux Mint

Mein Linux: Linux Mint

Es grünt so grün

Schon seit geraumer Zeit erfreut sich die Linux Distribution Linux Mint immer größerer Beliebtheit. Auf Distrowatch.com liegt sie sogar knapp vor Fedora auf Platz 2. Was ist also das Geheimnis von Linux Mint? Ich werde versuchen es euch etwas näher zu bringen.

Linux Mint [1] stammt von Ubuntu und somit indirekt auch von Debian GNU/Linux ab. Die aktuelle Mint Version 9 mit dem Codenamen “Isadora” (Linux Mint benennt seine Releases nach weiblichen Vornamen)  basiert auf Ubuntu 10.04 und wird drei Jahre lang mit Sicherheitsupdates versorgt. Wie auch bei der Standard-Variante von Ubuntu kommt auch bei Mint die GNOME Desktop-Umgebung zum Einsatz.

Linux Mint gibt es nur in Form eines installierbaren Live Mediums. OEM Herstellern stellt das Projekt allerdings eine angepasste Version zur Verfügung. So ist davon auszugehen das in Zukunft einige Hardwarehersteller PCs und Notebooks mit vorinstalliertem Linux Mint anbieten werden.

Viel Software

Die Distribution enthält in der Live-CD und Live-DVD Variante bereits eine Vielzahl von proprietären Codecs und Anwendungen (zum Beispiel zum Abspielen von MP3 oder Flash). Weitere Programme wie Skype, Acrobat Reader oder Opera lassen sich über die Softwareverwaltung nachinstallieren; welche in der aktuellen Version 9 nochmals verbessert wurde und nun einen Mix aus dem Software Center von Ubuntu und dem hauseigenen Software-Manager und dem Gnome App-Install darstellt.

Abbildung 1: Das Software-Center von Linux Mint bietet mehr Funktionen als das Ubuntu-Tool.

Abbildung 1: Das Software-Center von Linux Mint bietet mehr Funktionen als das Ubuntu-Tool.

Die Softwareverwaltung ist voll in die Community-Infrastruktur des Projektes [2] integriert, und erlaubt die Bewertung von Anwendungen. Die abgegebenen Bewertungen sind sofort auf der Web Plattform sichtbar und auch nach einiger Zeit in der Softwareverwaltung verfügbar.

Wie auch bei Ubuntu, kommt bei Linux Mint der Debian-Paketmanager dpkg zum Einsatz. Als Alternative zur Softwareverwaltung steht die Synaptic-Paketverwaltung zur Verfügung. Beide Anwendungen sind leicht über das Startmenü erreichbar. Hierbei handelt es sich um eine weitere Besonderheit der Distribution.

Eigene Tools

Das mintMenu ist ein vom Projekt entwickeltes Startmenü für das GNOME Panel. Auf den ersten Blick erinnert es an das SLAB Menü von Novell/openSUSE. Letzteres stagniert in der Entwicklung allerdings seit längerer Zeit und ist zum Beispiel Aufgrund des extern startenden Anwendungswählers (Alle Anwendungen) sehr schlecht zu bedienen.

Auch das mintMenu ist noch nicht perfekt (zum Beispiel lässt es sich nicht in der Größe ändern, so dass nur eine recht kleine Anzahl von Favoriten hinzugefügt werden kann, ohne das die Bedienbarkeit/Optik darunter leidet), es wird aber stetig weiterentwickelt und enthält auch in diesem Mint Release einige neue Funktionen.

Abbildung 2: Das Mint-eigene Gnome-Menü mit dem Panel am unteren Bildschirmrand.

Abbildung 2: Das Mint-eigene Gnome-Menü mit dem Panel am unteren Bildschirmrand.

Das seit Version 9 enthaltene Datensicherungswerkzeug erlaubt neben der Sicherung einzelner Ordner auch den Export der Softwareauswahl. Nach einer Neuinstallation lässt sich diese über die Anwendung wieder einspielen. Sind Programme in der Auswahl enthalten die nicht in den eingebundenen Paketquellen verfügbar sind, werden sie gekennzeichnet, bis eine entsprechende Paketquelle angegeben wurde.

Abbildung 3: Das neue Backup-Tool von Linux Mint 9.

Abbildung 3: Das neue Backup-Tool von Linux Mint 9.

Aufrufen lässt sich das Programm über das Kontrollzentrum. Dabei handelt es sich um ein mit Linux Mint Modulen erweitertes gnome-control-center über das sich die meisten Aspekte des Betriebssystems leicht konfigurieren lassen.

Abbildung 4: Die Schaltzentrale von Linux Mint entstand aus dem Gnome-Kontrollzentrum.

Abbildung 4: Die Schaltzentrale von Linux Mint entstand aus dem Gnome-Kontrollzentrum.

Made in Ireland

Abschließend noch ein kleiner Hinweis: Aus Platzgründen sind leider nicht alle Sprachdateien auf den Installationsmedien enthalten. Nach der Installation solltest du daher im mintMenu  Kontrollzentrum | Language Support wählen. Bei bestehender Internetverbindung werden nach einer Bestätigung die fehlenden Sprachpakete nachinstalliert.

Infos

[1] Projekt-Homepage: http://www.linuxmint.com

[2] Mint-Community: http://community.linuxmint.com

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4 Kommentare
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Maximilian Gerhard
15 Jahre her

im Abschnitt “Viel Software” hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen:

“bei Linux Mint das Debian Paketformat dpkg zum Einsatz”, das Debian Paketformat heißt deb
dpkg hingegen ist der Debian Paket Manager ;)

ansonsten gelungener Artikel (mal wieder einer ohne Rechtschreibfehler^^)

Marcel Hilzinger
15 Jahre her

ist korrigiert…

derhans
15 Jahre her

“nomen est omen”: dem Namen der Distri entsprechend ist Linux mint eine wirklich sehr erfrischende Erscheinung im Linux Markt.
Sollte jeder mal ausprobiert haben!
Habe es neben openSuse installiert und es begeistert mich immer mehr. Gute Arbeit!
Wünsche den Entwicklern weiterhin ein so gutes Händchen.

hansilinux
15 Jahre her
Reply to  derhans

Ich benutze Mint auch sehr gern,und das schon seid Version 4.Ich kann nur sagen das es auch für Linux Neulinge wie geschaffen ist,Es lässt sich leicht bedienen,die wichtigen codes sind schon vorinstalliert,da entfällt das suchen!!

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