Die neue Version 1.10 der Desktop-Umgebung Mate kann jetzt auch die moderne GUI-Bibliothek Gtk3 nutzen. Zusätzlich zu dieser Überarbeitung unter der Haube gab es auch für Anwender ein paar kleinere Neuerungen.
So besitzt der Dateimanager Caja jetzt einen Extension Manager, über den sich Plugins bequem zur Laufzeit ein- und ausschalten lassen. Des Weiteren kann die Vorschau Atril jetzt Dokumente im E-Book-Format ePub speichern.
Die Entwickler haben Mate zudem die Audio-Mixer-Bibliothek „libmatemixer“ spendiert. Programmierer können über sie einfach und transparent die Mixer-Funktionen von PulseAudio, ALSA und OSS nutzen.
Mate 1.10 lässt sich ab sofort mit Gtk3 übersetzen, das unter anderem auch Gnome nutzt. Die Entwickler kennzeichnen diese Möglichkeit aber noch als experimentell. Anwender sollten daher bei einem auf Gtk2 basierenden Mate bleiben. ArchLinux und Fedora bieten bereits eine mit Gtk3 erstellte Variante an.
Abschließend haben die Entwickler noch zahlreiche Fehler korrigiert und dabei insbesondere Speicherlöcher gestopft. Alle weiteren Neuerungen listet die entsprechende Ankündigung auf.
Die Desktop-Umgebung Mate ist eine Weiterentwicklung des mittlerweile eingestellten Gnome 2. Artikel zu Mate gab es unter anderem im LinuxUser 03/2012 und 06/2014.





