Das Spiel zum Wochenende: Wild West Poker

Das Spiel zum Wochenende: Wild West Poker

Pokerface

Der Herr mit dem Schnauzbart benötigt etwas Geld. Das klingt nach einer guten Gelegenheit, ihn beim Pokerspiel auszunehmen. Zumal er einem kleinen Betrug sicherlich nicht auf die Spur kommt.

In Wild West Poker ist der Name Programm: Irgendwo im Wilden Westen bestreitet der Spieler eine Partie Poker gegen einen Cowboy namens Jim. Der warnt allerdings auch gleich, dass er mit Falschspielern kurzen Prozess macht und sie mit seinem Revolver sechs Fuß tiefer legt. Aber das muss man ja nicht glauben.

Zu Beginn setzt man mit der Eingabetaste den Zwangseinsatz.

Virtuelles Blatt

Wild West Poker ist im Kern ein klassisches Poker-Spiel: Zu Beginn einer Runde setzen beide Spieler einen Grundeinsatz (Ante), der in den Topf wandert. Anschließend erhält jeder fünf Spielkarten ausgeteilt. Im nächsten Schritt kann man von seinen verbliebenen 995 Euro Eigenkapitel einen frei wählbaren Betrag setzen – oder aber passen. Im letzten Fall gewinnt automatisch der Gegner den Topf.

Das ausgeteilte Blatt sieht nicht schlecht aus, also sollte man etwas Geld setzen. Mit den Pfeiltasten wählt man den Betrag und die Höhe, die Eingabetaste bestätigt.

Nach dem Bieten setzt der vom Computer gesteuerte Jim. Danach muss man sich entscheiden, welche Karten man behalten und welche man gegen neue austauschen möchte. Im nächsten Schritt setzen wieder beide Parteien Geld oder passen. Der Spieler mit dem besseren Blatt gewinnt schließlich die Runde und somit alle Münzen aus dem Topf.

Wenn Jim nicht aussteigt, wählt man die Karten, die man behalten möchte.

Farbarmer Betrug

Um dem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen, kann man auch einfach nach dem ersten Setzen betrügen und eine oder mehrere Karten aus der eigenen Hand gegen beliebige andere austauschen. Jim bekommt davon zunächst nichts mit. Auffliegen kann man erst, wenn beide Spieler ihre Karten aufdecken müssen. Liegt dann eine Karte zweimal auf dem Tisch, hat man ganz offensichtlich geschummelt. Das ist für Jim Anlass genug, seinen Revolver zu zücken und so das komplette Spiel zu beenden.

Kommt es schließlich zum Showdown, gewinnt der Spieler mit dem besseren Blatt.

Wild West Poker entstand im Rahmen des CGAJam [2]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer in nur 14 Tagen ein Spiel entwickeln, das die extrem reduzierte CGA-Farbpalette verwendet. Diese umfasst gerade einmal vier Farben. Der Entwickler mit dem Pseudonym mdmnk steuerte sein Poker-Spiel bei, das er auf Itch.io kostenlos zum Download anbietet [1]. Dort kann man es auch direkt im Browser spielen. Wer es lieber direkt unter Linux offline ausprobieren möchte, klickt auf Download neben dem Pinguin und entpackt das Archiv. Besitzer eines 32-Bit-Systems wenden sich der Datei WildWestPoker.x86 zu, auf einem 64-Bit-System ist hingegen die Datei WildWestPoker.x86_64 von Interesse. Die ausgewählte Datei macht man zunächst ausführbar und startet sie dann.

Beim Betrügen kann man sich die Karten beliebig selbst aussuchen …

Fazit

Wild West Poker sieht zwar karg aus, macht aber dennoch kurzzeitig Spaß. Für Poker-Laien spielt der Computergegner in der genau richtigen Stärke. Die Möglichkeit zum Betrug lockert das doch recht simple und eintönige Spielprinzip etwas auf. Die imitierte CGA-Grafik ist etwas gewöhnungsbedürftig, sie schafft aber ihre ganz eigene Stimmung. Ältere Computerspieler dürften sich zudem an die 1980er Jahre erinnert fühlen. Wer keinen realen Partner für eine Runde Poker auftreiben kann, sollte Wild West Poker durchaus einmal probespielen.

… sollte sich aber nicht von Jim dabei erwischen lassen.

Wild West Poker

Bezugsquelle: https://mdmnk.itch.io/wild-west-poker
Entwickler: mdmnk
Lizenz: Eigene (Closed Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: https://mdmnk.itch.io/wild-west-poker
  2. [2] CGAJam: https://itch.io/jam/cga-jam
E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben