Adam Strange schickt den Spieler auf eine kleine Zeitreise in die 1980er Jahre: In seinem klassischen Action- und Geschicklichkeitsspiel muss der Held Mortis in stilechter isometrischer Pixelgrafik fünf versteckte Runen aufspüren.
In der Unterwelt möchte ein gewisser Mr De’Ath gerne eine rauschende Party feiern. Dummerweise hat ihm jemand seine fünf Runen gestohlen. Den Schlamassel lösen muss natürlich sein kleiner Handlanger Mortis, der eigentlich viel lieber auf der Party feiern würde. Zu allem Überfluss gibt es auch noch ein Zeitlimit und einige nicht sehr freundlich gestimmte Unterweltbewohner.

Verlässt man einen Raum durch einen Durchgang, schaltet das Spiel direkt auf den anderen Raum. Bei der Orientierung hilft rechts oben nur die kleine Karte.
Party im Untergrund
In Viva Mortis steuert der Spieler den kleinen Mortis durch eine leicht schräg gestellte Landschaft. Die wiederum besteht aus quadratischen Räumen, die zusammen ein relativ großes Labyrinth bilden. Immerhin kann Mortis kleine Totenköpfe verschießen, mit denen sich unter anderem die in einigen Räumen aufgestellten Pinatas knacken lassen.
Die wiederum verleihen Mortis kurzzeitig Superkräfte, mit denen er die Besen, Skorpione und anderen Bewohner der Unterwelt einfach umrennen und dabei gleichzeitig ausschalten kann. Ohne die Pinata verliert Mortis bei jeder Berührung mit einem Gegner einen Teil seiner Gesundheit. Strapaziert man sie zu stark, ist das Spiel unweigerlich beendet. Das gilt auch, wenn man die Runen nicht vor Ablauf der Zeit gefunden hat.
Kostenlose Zeitreise
Viva Mortis entstand im Rahmen des SyntaxBomb-Wettbewebs [2]. Dabei mussten die Teilnehmer in knapp zweieinhalb Monaten ein Spiel entwickeln, das sich optisch an alte Titel aus den 1980er Jahren anlehnte. Die Grafik sollte dabei die eingeschränkten Möglichkeiten eines Heimcomputers imitieren. Adam Strange entschied sich für den ZX Spectrum. Spieler dürfen sogar auf die extrem eingeschränkte Farbpalette sowie die einfachen Piep-Sounds des ersten Spectrum-Modells umschalten.

Auf Wunsch lässt sich das Spiel in einen kargen Grafikmodus schalten, der nicht gerade augenfreundlich ist.
Das kleine Actionspiel stellt sein Entwickler kostenlos auf Itch.io zum Download bereit [1]. Dort muss man lediglich auf Download neben dem Pinguin-Symbol klicken, das heruntergeladene Archiv auf der Festplatte entpacken und das Programm vivamortis starten. Den Ton sollte man direkt nach dem Spiel möglichst leise drehen. Erst nach der Anzeige des Titelbildes setzt der normale Sound ein. Auf Itch.io finden Interessenten zudem den Quellcode des Spiels, der jedoch die exotische Programmiersprache MX2 verwendet und zudem von weiteren, nicht mitgelieferten Codeteilen abhängt.
Fazit
Viva Mortis erinnert extrem stark an die einst so beliebten isometrischen Klassiker wie Knight Lore [3]. Durch diese Darstellung gerät allerdings die Steuerung etwas fummelig. Insbesondere zu Beginn rennt man häufig gegen Wände und verliert so unnötig Zeit. Die recht liebevoll gezeichnete Pixelgrafik dürfte vor allem bei ZX Spectrum-Kennern Verzücken auslösen. Wen die Bilder nicht abschrecken, sollte das kleine Spiel daher ausprobieren.
| Bezugsquelle: | https://adamstrange.itch.io/viva-mortis |
| Entwickler: | Adam Strange |
| Lizenz: | Eigene (Open Source) |
| Preis: | Kostenlos |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: https://adamstrange.itch.io/viva-mortis
- [2] Wettbewerb „Syntax Bomb“: https://www.syntaxbomb.com/index.php/topic,5206.0.html
- [3] Knight Lore auf Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Knight_Lore









