Das Spiel zum Wochenende: Tracks ‘n Towers

Das Spiel zum Wochenende: Tracks ‘n Towers

Zombies auf der Rennstrecke

Da möchte man gerade mit seinem aufgemotzten Rennwagen in Ruhe ein paar Runden drehen, als eine Horde Zombies die Strecke stürmt. Die Invasion verhindern ein paar clever platzierte Abwehrgeschütze, die man direkt mit den gewonnenen Preisgeldern erwirbt.

Das Rennspiel Tracks ‘n Towers ist in gleich vielfacher Hinsicht ungewöhnlich. Zunächst fährt der Spieler einen äußerst gut gepanzerten Rennwangen auf einer recht übersichtlichen Rennstrecke. Als einziger Teilnehmer geht es ausschließlich um gute Rundenzeiten. Neben der Piste parkt der eigenen Campingwagen, der als Basis dient. Dummerweise haben es auf genau diesen Stützpunkt zahlreiche Zombies abgesehen.

Von links unten strömen die Zombies auf die Rennstrecke und laufen dann im Uhrzeigersinn zum Trailer am unteren Bildschirmrand.

Hilfreiche Aufsteller

Die strömen in mehreren Wellen auf die Strecke, laufen diese einmal ab und kollidieren dann mit dem Wohnwagen. Dieser wird so sukzessive instabiler, bis er schließlich irgendwann auseinanderfällt. Damit endet dann wiederum umgehend das Spiel. Wie weit die Basis schon ramponiert ist, visualisiert ein Balken über dem Wohnwagen.

Jeder Geschützturm kostet unterschiedlich viel Geld. Hier steht erst nur die einfache Variante bereit.

Die Zombies kann der Spieler auf gleich mehreren Wegen aufhalten. Zum einen kann er sie mit seinem Boliden einfach über den Haufen fahren. Ergänzend platziert er verschiedenartige Geschütztürme auf der grünen Wiese rund um die Strecke. Jeder Geschützturm hat allerdings nur einen begrenzten Aktionsradius, folglich muss man die Verteidigungsanlagen mit Bedacht aufstellen. Jeder Turm kostet zudem eine festgelegte Stange Geld. Letzteres bekommt der Spieler bei jeder erfolgreich absolvierten Runde. War er dabei besonders schnell, darf er sich noch über einen kleinen Bonus freuen.

Nur wenn man einen Geschützturm neu platziert, zeigt das Spiel den Aktionsradius der einzelnen Türme an.

Aus Zwei mach Eins

Tracks ‘n Towers entstand im Rahmen des Ludum Dare 41 [3]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer ein Spiel programmieren, das zwei komplett inkompatible Genres verwendet. Der Entwickler mit dem Pseudonym TheCze kombinierte ein Tower-Defence- mit einem Rennspiel. Das Ergebnis kann man kostenlos im Browser ausprobieren [1]. Alternativ steht bei Itch.io auch eine Fassung für Linux bereit. Diese setzt lediglich ein installiertes Java voraus.

Je länger das Spiel läuft, desto unübersichtlicher wird die Lage. Hier hat der Wohnwagen schon reichlich Schaden genommen.

Um die Java-Version in Betrieb zu nehmen, lädt man unter [1] die aktuelle Version 1.2 herunter, indem man auf das nebenstehende Download klickt. Anschließend startet man das Spiel, indem man in einem Terminal den Befehl java -jar TnTv12.jar eingibt. Das Auto steuert man über die Pfeiltasten. Sobald man genügend Geld gesammelt hat, drückt man die Zifferntaste des gewünschten Turms, und platziert ihn dann mit der Maus auf dem grünen Rasen.

Der weiße Zombie in der linken Kurve steckt zahlreiche Treffer ein. Wie es um ihn derzeit steht, verrät der Balken mit seiner Gesundheit.

Fazit

Tracks ‘n Towers nutzt eine durchgeknallte Spielidee, die erstaunlich viel Spaß macht. Die Steuerung ist allerdings extrem fummelig geraten. Es dauert eine Weile, bis man seinen Boliden halbwegs sicher über die Strecke bewegt. Die unterschiedlichen Zombietypen und Geschützarten erzwingen strategisches Denken. Wer Renn-, Tower-Defence- und komplett durchgeknallte Spiele mag, sollte unbedingt im Browser probespielen. Der Quellcode steht zudem auf GitHub bereit [2].

Da die Zombies relativ langsam laufen, sollte man vor der einströmenden Menge nicht in Panik geraten.

Tracks ‘n Towers

Bezugsquelle: https://thecze.itch.io/tnt
Entwickler: TheCze
Lizenz: MIT License
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution
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