Das Spiel zum Wochenende: TowerFall Ascention

Das Spiel zum Wochenende: TowerFall Ascention

Hüpfburg

Noch bis in die 1990er Jahre mussten sich mehrere Freunde um einen Monitor versammeln, um gemeinsam ein Computerspiel zu spielen. Diese gute alte Zeit lässt ein kleines flinkes Actionspiel von Matt Thorson wieder aufleben.

In TowerFall Acention scheuchen bis zu vier Spieler jeweils einen kleinen Helden über die Plattformen einer Kampfarena. Von denen stehen gleich mehrere zur Auswahl, wobei sich jede Arena durch die Anordnung der Plattformen und in der Grafik von den anderen unterscheidet. So haben Spieler unter anderem die Wahl zwischen einem Turm, einer Schlucht und sogar dem Weltall. In jedem Fall gilt es, sämtliche Angreifer ins Jenseits zu schicken. Das wiederum ist gar nicht so einfach.

Zu Beginn darf sich jeder Mitspieler eine Spielfigur aussuchen.

Zu Beginn darf sich jeder Mitspieler eine Spielfigur aussuchen.

Zielwasser

So trägt zwar jeder Held eine Armbrust bei sich, dessen Munition ist jedoch stark begrenzt. Jeder Pfeil bleibt entweder im erlegten Gegner oder bei einem Fehlschuss an der gegenüberliegenden Wand stecken. Neue Munition bekommt man nur, indem man diese Pfeile wieder einsammelt. Als weitere Hilfe tauchen hin und wieder Schatzkisten auf, die Bonusgegenstände beinhalten. Mit etwas Glück findet man darin ein Schutzschild, das eine ansonsten tödliche Berührung abblockt. Im Notfall kann man Gegner auch mit einem gezielten Sprung auf den Kopf ins Reich der Träume schicken.

Abgeschossene Pfeile bohren sich in die Umgebung (wie hier links vom Geist) und können dort wieder eingesammelt werden. Die Anzahl verfügbarer Pfeile erscheint als Symbol über dem Kopf der Spielfigur.

Abgeschossene Pfeile bohren sich in die Umgebung (wie hier links vom Geist) und können dort wieder eingesammelt werden. Die Anzahl verfügbarer Pfeile erscheint als Symbol über dem Kopf der Spielfigur.

Wer aus einem Bildschirmrand hinaus läuft, kommt auf der gegenüberliegenden Seite wieder herein. Fällt man analog aus dem unteren Bildschirmrand heraus, fliegt man umgehend von oben wieder in die Arena hinein. Das darf allerdings auch die Konkurrenz, die so den Helden schnell verfolgen kann. Jeder Treffer kostet die Spielfigur ein Spielleben. Sind alle vorhandenen Leben verbraucht, ist die Partie zumindest für diesen Spieler beendet.

Mitunter wird es auch Nacht, was die Orientierung erschwert.

Mitunter wird es auch Nacht, was die Orientierung erschwert.

Gemeinsam oder Einsam

TowerFall Ascention bietet gleich mehrere verschiedene Spielmodi. In der klassischen Variante versuchen sich bis zu vier Spieler in einer Arena gegenseitig auszuschalten. Im „Co-Op Quest Mode“ treten ein oder zwei Spieler gemeinsam gegen in mehreren Wellen heranströmende Monsterhorden an. Sobald alle Monster erledigt sind, geht es umgehend in einer neuen Arena mit anspruchsvolleren Gegnern weiter. Schließlich gibt es noch einen „Trial“-Modus, in dem man möglichst schnell Strohpuppen von ihren Haken holen muss. Den Quest- und den Trial-Modus kann man zwar auch als Solospieler in Angriff nehmen, grundsätzlich ist TowerFall Ascention jedoch auf Mehrspielerpartien ausgelegt.

Wer eine fliegende Kanonenkugel trifft, löst eine Explosion aus. Dabei kann auch die Spielfigur in Brand geraten.

Wer eine fliegende Kanonenkugel trifft, löst eine Explosion aus. Dabei kann auch die Spielfigur in Brand geraten.

Matt Thorson verkauft sein Spiel für 15 Euro auf Steam [2] und im Humble Store [4] sowie derzeit für 13 Euro bei Gog.com [3]. Im Humble Store und bei Gog.com erhält man jeweils eine kopierschutzfreie Version. Käufer im Humble Store dürfen das Spiel zusätzlich auf Steam freischalten. In jedem Fall läuft das Actionspiel sowohl unter 32- als auch 64-Bit-Systemen. Die Steuerung über die Tastatur ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig: Mit den Pfeiltasten wählt man einen Menüpunkt aus, [x] bestätigt ihn, mit [c] kommt man zurück. Später im Spiel holt die Eingabetaste ein Menü auf den Schirm.

Im Spielmodus „Trials“ muss man möglichst schnell alle Puppen von ihren Haken holen. Meist hilft dabei ein Bonusgegenstand.

Im Spielmodus „Trials“ muss man möglichst schnell alle Puppen von ihren Haken holen. Meist hilft dabei ein Bonusgegenstand.

Fazit

Um TowerFall Ascention spielen zu können, müssen sich mindestens zwei Personen vor einem Bildschirm versammeln – ein Onlinespiel ist nicht möglich. Im Kern handelt es sich zudem um ein extrem simpel gestricktes Actionspiel in teilweise recht einfacher Pixelgrafik. Genau das macht jedoch auch den Reiz aus: TowerFall Ascention ist ein knuffiges, rasantes und unglaublich spaßiges Partyspiel.

An den Stellen der lilafarbenen Portale erscheinen gleich neue Gegner.

An den Stellen der lilafarbenen Portale erscheinen gleich neue Gegner.

Die Bedienung und das Speilprinzip hat man in wenigen Sekunden erfasst, die Bonusgegenstände und die zwei Spielmodi sorgen für etwas Abwechslung. Das Nebeneinanderhocken auf der Couch erzeugt zudem eine tolle Atmosphäre. Die verlangten 15 Euro erscheinen trotz der vielen Arenen dennoch etwas hoch.

TowerFall Ascention

Bezugsquelle:  http://www.towerfall-game.com/
Entwickler: Matt Thorson / Matt Makes Games Inc.
Lizenz: Kommerziell
Preis: 15 Euro (Steam und Humble Store) / 13 Euro (Gog.com) /
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor der Klasse Intel Core i3 M380 oder besser, mindestens 2 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte der Klasse OpenGL 3.0 oder besser
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