In einem kleinen Spiel von Image & Form Games fräst sich ein Roboter im Steampunk-Ambiente durch das Erdreich. Dabei trifft er nicht nur auf wertvolles Edelmetall, sondern auch merkwürdige Maschinen und angriffslustige Wesen.
In SteamWorld Dig steuert der Spieler die Geschicke des Roboters Rusty. Dem hat sein verstorbener Onkel neben einer Spitzhacke auch gleich noch ein ganzes Bergwerk vermacht. Schon eine kurze unfreiwillige Ortsbesichtigung macht klar: Dort unten lagern nicht nur unzählige Edelsteinvorkommen, der Onkel hat auch zahlreiche merkwürdige Maschinen versteckt.

Mit der Spitzhacke seines verstorbenen Onkels (zur Linken) gräbt sich Roboter Rusty einen Weg durch das Bergwerk.
Fachgerecht zerlegt
Der Spieler bewegt Rusty mit den Pfeiltasten wie in einem klassischen Jump-and-Run-Spiel durch das Bergwerk. Das setzt sich aus quadratischen Blöcken zusammen, die Rusty auf Knopfdruck mit seiner Spitzhacke einreißt. Einige der Blöcke hinterlassen unterschiedlich wertvolle Edelsteine. Die kann Rusty in der etwas heruntergekommenen Westernstadt Tumbleton zu Geld machen, für das sich dann wiederum eine bessere Ausrüstung erwerben lässt. Je umfangreicher und leistungsfähiger die Werkzeuge, desto mehr muss Rusty dafür auf den Tisch legen.

Cranky verkauft in Tumbleton zahlreiche nützliche Werkzeuge, möchte im Gegenzug aber auch ziemlich viel Geld sehen.
In der Unterwelt warten allerdings nicht nur Schätze, sondern auch merkwürdiges Getier. Jede Berührung mit den Monstern zehrt ein Stück an der Gesundheit. Ist die aufgebraucht, zerfällt Rusty in seine Einzelteile. Immerhin darf sich Rusty mit seiner Spitzhacke gezielt zu Wehr setzen. Gefährlich sind auch Steine, die von der Decke nachrutschen oder sich unter den Füßen auflösen. Wird Rusty von einem Monster zerlegt oder von einem Quader zerquetscht, ist das Spiel allerdings nicht unweigerlich zuende. Stattdessen setzen die netten Bewohner in Tumbleton den Roboter wieder zusammen – was natürlich einen gehörigen Batzen Geld kostet.

Das Metall Schrottium bringt kaum etwas ein. Das Krabbelvieh rechts schießt zwar nicht, kostet bei einer Berührung aber Gesundheitspunkte.
Rüstzeug
Mitunter trifft Rusty auf Höhlen, in denen seltsame Maschinen stehen. Die statten den Roboter mit zusätzlichen Fähigkeiten aus. So kann Rusty etwa schneller laufen oder sich mit einem Dampfsprung auf hohe Vorsprünge katapultieren. Der Dampfsprung verbraucht jedoch Wasser, das Rusty erst einmal aus einem entsprechenden Becken nachfüllen muss.

Dieser Dampfsprung verbraucht Wasser, das Rusty aus solchen Wasserbecken nachfüllen muss. Gemeinerweise reduziert sich dabei auch der Wasserstand im Becken.
Darüber hinaus sind seine Taschen limitiert. Zu Beginn hat Rusty gerade einmal drei davon. In jeder von ihnen kann er immer nur die Blöcke einer Mineralsorte verstauen. Findet er von dieser Sorte ein weiteres Stück, kann er es dazu stecken. Das klappt jedoch nicht unendlich oft, irgendwann ist die Tasche endgültig voll. Weitere Taschen lassen sich in Tumbleton erwerben – freilich nur gegen eine schöne Stange Geld.

Wenn das Öl in der Lampe ausgeht, steht Rusty im Dunkeln. Zum Nachtanken muss der Roboter dann erst wieder zurück in die Stadt.
Lange Reise
Den Weg zurück zur Kleinstadt muss Rusty in der Regel laufen. Es empfiehlt sich somit, bei den Grabungsarbeiten auch einen schnellen Rückweg einzuplanen. Ab und an findet Rusty aber auch Teleporter, die ihn schneller wieder an die Oberfläche verfrachten. Im späteren Verlauf darf er diese nützlichen Geräte auch in Tumbleton erwerben und somit selbst im Bergwerk aufstellen.

Das Portal links führt umgehend an die Erdoberfläche. Schlägt Rusty rechts den Lehmquader weg, fällt der dicke graue Stein nach unten.
SteamWorld Dig war bereits vor zwei Jahren ein kleiner Hit auf dem Nintendo DS. Die Linux-Version vertreibt der Entwickler Image & Form Games für 9 Euro im Humble Store [2] und auf Steam [3]. Zudem ist SteamWorld Dig derzeit noch Teil des Humble Indie Bundle 12. Bei dieser Sonderaktion kann man für mehrere Linux-Spiele bezahlen, was man möchte [4]. In jedem Fall gibt es SteamWorld Dig nur als 32-Bit-Version, im Humble Store zumindest ohne Kopierschutz.
Fazit
In SteamWorld Dig verbringt der Spieler die meiste Zeit mit Grabungsarbeiten, dem Einsammeln von Schätzen und dem Zurückhüpfen an die Oberfläche. Etwas Abwechslung ins Spielgeschehen bringen lediglich die vielen verschiedenen Werkzeuge und Aufrüstmöglichkeiten. Im späteren Verlauf lockern zudem noch ein paar Jump-and-Run-Passagen das eintönige Spielprinzip auf. Die Grafik ist knuffig und stimmig. Wer gerne Höhlen erforscht, schnell dem Sammeltrieb erliegt und dabei gerne noch etwas springt, kann bei SteamWorld Dig bedenkenlos zugreifen. Alle anderen dürfte die Buddelarbeit jedoch schnell langweilen.
SteamWorld Dig
| Bezugsquelle: | http://imageform.se/portfolio-item/steamworld-dig/ |
| Entwickler: | Image & Form Games |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 9 Euro |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, offiziell unterstützt wird Ubuntu ab Version 12.04, Prozessor ab 2 GHz, mindestens 256 MByte Hauptspeicher, Grafikkarte mit mindestens 256 MByte Speicher, der Grafikkartentreiber muss OpenGL 2.1 beherrschen |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
http://imageform.se/portfolio-item/steamworld-dig/
[2] Humble Store:
https://www.humblebundle.com/store/p/steamworlddig_storefront
[3] Steam:
http://store.steampowered.com/app/252410/
[4] Humble Bundle:
https://www.humblebundle.com/







