Einen Speer kann man nicht nur weit werfen, sondern auch als Kletterhilfe missbrauchen. Steht dabei jedoch nur ein Speer zur Verfügung, ist ziemlich viel Geschick gefragt.
Im Jump-and-Run-Spiel Speer versucht ein kleines pixeliges Männchen aus mehreren Räumen zu entkommen. Die Flucht gelingt dabei jeweils über ein Portal, das meistens an einer etwas unzugänglichen Stelle steht. Um es zu erreichen, muss das Männchen hohe Plattformen erklimmen und tiefe Schluchten überspringen. Die Sprungkünste des Helden sind allerdings arg begrenzt. Glücklicherweise hat der kleine Kerl einen Speer dabei.
Kletterhilfe
Diesen wirft er auf Tastendruck geradeaus in seine Blickrichtung. Trifft der Speer auf eine Wand, bohrt er sich tief in sie hinein. Da das Wurfgeschoss recht stabil ist, kann das Männchen auf den Speer drauf springen und so trickreich höher gelegene Plattformen erreichen. Gemeinerweise gibt es nur einen einzigen Speer: Sobald man erneut einen Schuss auslöst, verschwindet der Stab automatisch an seiner alten Stelle.
Um besonders hohe Wände zu erklimmen, muss man folglich erst auf den Speer klettern, dann hochspringen und während des Sprungs den Speer erneut verschießen. Als wären die verlangten Sprungkünste noch nicht genug, bevölkern einige fiese Hindernisse die Räume. Spitze Dornen lassen sich häufig noch einfach überspringen, an Wänden aus Metall prallt der Speer jedoch zuverlässig ab.
Schweizer Messer
Im späteren Verlauf kommen noch Schalter hinzu, die das Männchen zunächst mit dem Speer ausschießen muss. Erst dann verschwinden die Blöcke in der Farbe des Schalters und geben den Weg frei. Kleine Trampoline befördern zwar den Helden recht hoch in die Luft, erschweren aber auch den präzisen Schuss. In jedem Raum wartet schließlich noch ein rotierender Bonusgegenstand, der besonders schwierig zu erreichen ist. Insgesamt gilt es, 100 Räume zu meisten.

Die roten Kisten blockieren hier den Weg. Sie verschwinden erst, wenn man den roten Kreis mit dem Speer ausgeschaltet hat.
Entwickler Andrej Preradovic verkauft seine kleine Mischung aus Jump-and-Run- und Puzzle-Spiel für 4 US-Dollar auf Itch.io [1]. Dort bekommt man Speer sowohl in einer 32-Bit-, als auch einer 64-Bit-Fassung.

Das Trampolin schleudert den Helden in die Höhe – was aber nicht immer komplett ausreicht, um eine Plattform zu erreichen.
Fazit
Speer ist ein klassisches Jump-and-Run-Spiel mit einer unverbrauchten Spielidee. Der Schwierigkeitsgrad steigt im genau richtigen Maß an, zudem ist die Pixelgrafik recht knuffig geraten. Andrej Preradovic hat sich beim Bau der Räume sichtlich um Abwechslung bemüht, immer wieder kommen neue, interessante Spielelemente hinzu. Spieler benötigen jedoch etwas Geschick. Gerade das Erklimmen von hohen Wänden erfordert ein klein wenig Übung. Die 4 US-Dollar ist das spaßige kleine Spiel jedoch auf jeden Fall wert.
| Bezugsquelle: | https://ohsat-andrej.itch.io/speer |
| Entwickler: | Ohsat Games (Andrej Preradovic) |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 3,99 US-Dollar |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: https://ohsat-andrej.itch.io/speer








