In nur 72 Stunden haben Nate Slottow, Nico Prins und Pat Kemp ein beachtliches kleines Geschicklichkeitsspiel entwickelt, in dem man die Erde vor heranfliegenden Meteoriten schützen muss.
In Scary Rocks blickt der Spieler auf den oberen Teil der langsam vor sich hin rotierenden Erde. Aus dem Weltall trudeln nach und nach Meteoritenstücke ein. Treffen sie auf die Erde, verliert diese einen Teil ihrer Energie. Je größer die Meteoriten, desto größer ist auch zwangsweise der Schaden. Haben die Meteoriten die komplette Energie aufgezehrt, explodiert die Erde in ihre Einzelteile. Genau das gilt es natürlich um jeden Preis zu verhindern.

Würde man hier das Schutzschild aufheben, würde der kleine gefangene Meteor in die vom roten Pfeil angezeigte Richtung weiterfliegen.
Per Anhalter
Mit einem Mausklick kann der Spieler einen kreisrunden Schutzschild aufspannen. Jeder in ihn hingeratene Meteorit hält umgehend an. Das gilt allerdings nur für die kleineren Brocken, die dickeren Stücke passieren das Schutzschild komplett unbeeindruckt. Sobald mindestens ein Meteorit in einem Schutzschild gefangen ist, kann der Spieler den Kreis drehen und somit gleichzeitig die weitere Flugbahn des Meteoriten beeinflussen. Ein Klick in den Schutzschild hebt ihn wieder auf, woraufhin der Meteorit in eine andere Richtung weiterfliegt. Welche das ist, zeigt ein großer roter Pfeil an.
Für jeden aus dem Bildschirm hinaus geschossenen Meteor erhält der Spieler Punkte gutgeschrieben. Bonuspunkte gibt es, wenn man mehrere Meteoriten miteinander kollidieren lässt. Das ist übrigens auch der einzige Weg, um die großen Felsbrocken zu eliminieren: Zunächst fängt man mit einem gezielt platzierten Schutzschild einen kleinen Meteoriten ein, dreht dann den Schutzschild so weit, dass die Flugbahn in die Richtung des großen Meteors zeigt, und löst schließlich den Schutzschild wieder auf. Im Idealfall prallt dann der kleine auf den großen Meteor.

Im Idealfall lenkt man wie hier die im linken Schutzschild gefangenen Meteoriten auf ihre Kollegen und produziert so Zusatzpunkte.
Auf Dauer limitiert
Gemeinerweise darf der Spieler maximal drei Schutzschilde aufspannen. Sobald er versehendlich zum vierten Mal ins Weltall klickt, zerstört das Spiel einen der vorhandenen Schutzschilde. Ziel ist es, möglichst lange die heranfliegenden Meteoriten abzuwehren und dabei möglichst viele Punkte zu sammeln.
Scary Rocks entstand im Rahmen des 32. Ludum-Dare-Wettbewerbs [2]. Die teilnehmenden Spieleentwickler mussten dabei binnen drei Tagen ein komplettes Spiel zum Thema „eine unkonventionelle Waffe“ produzieren. Das Spiel lässt sich kostenlos auf der entsprechenden Ludum-Dare-Webseite herunterladen [1]. Das dort erhaltene ZIP-Archiv muss man nur auf der Festplatte entpacken und dann das Programm scary_rocks.x86 starten. Das Spiel liegt ausschließlich als 32-Bit-Programm vor.
Fazit
Scary Rocks ist ein nettes kleines Geschicklichkeitsspiel, das trotz des extrem simplen Spielprinzips erstaunlich lange motiviert. Da die Meteoriten per Zufall auf die Erde einprasseln, hängt der Punktestand allerdings ein wenig vom Glück ab: Taumeln gleich mehrere dicke Brocken auf die Erde zu, hat man schon so gut wie verloren. Dennoch verleitet die Punktejagd dazu, das Spiel immer mal wieder zwischendurch zu starten. Da Scary Rocks komplett kostenlos ist, sollten Liebhaber von Geschicklichkeitsspielen umgehend zum Download schreiten.
Scary Rocks
| Bezugsquelle: | http://ludumdare.com/compo/ludum-dare-32/?action=preview&uid=4349 |
| Entwickler: | Nate Slottow, Nico Prins und Pat Kemp |
| Lizenz: | Eigene (Closed-Source) |
| Preis: | Kostenlos |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
http://ludumdare.com/compo/ludum-dare-32/?action=preview&uid=4349
[2] Ludum Dare 32:
http://ludumdare.com/compo/2015/04/15/welcome-to-ludum-dare-32/









