Das Spiel zum Wochenende: PixelJunk Shooter

Das Spiel zum Wochenende: PixelJunk Shooter

Fliegender Rettungsdienst

Double 11 und Q-Games lassen Wasser auf Lava fließen, platzieren drum herum ein paar schießwütige Außerirdische und setzen in dem ganzen Chaos ein paar hilflose Wissenschaftler aus. Richten darf es natürlich wieder einmal der Spieler.

Im PixelJunk Shooter steuert der Spieler ein kleines Rettungsraumschiff durch die Höhlensysteme eines fremden Planeten. Dort warten ein paar hilflose Wissenschaftler auf ihre Rettung. Hat sie der Spieler in den verästelten Gängen gefunden, wirft er eine Art Rettungsanker aus und holt so sie so in sein Raumschiff. Wie der Titel des Spiels dezent andeutet, wird dabei häufig auch noch scharf geschossen.

Mit dem kleinen gelben Raumschiff rechts muss man zunächst die Wissenschaftler einsammeln (untern), dann links die Fledermäuse erledigen und schließlich die weißen Diamenten einsammeln.

Mit dem kleinen gelben Raumschiff rechts muss man zunächst die Wissenschaftler einsammeln (untern), dann links die Fledermäuse erledigen und schließlich die weißen Diamenten einsammeln.

Feuer frei

So warten in den Höhlen immer wieder angriffslustige Außerirdische. Sind das zu Beginn nur ein paar Fledermäuse, trifft man im späteren Verlauf auf wesentlich wehrhafteres Getier, wie etwa Lava verschießende Blumentöpfe oder eine überdimensionale Krabbe. Wehren kann man sich immerhin mit dem im Raumschiff eingebauten Raketenwerfer. Der hilft auch gleich noch dabei, verschüttete Höhleneingänge freizusprengen – vorausgesetzt, das Gestein ist entsprechend porös.

Die heiße Lava erhitzt langsam das Raumschiff. Sobald der Balken unten links den roten Bereich erreicht hat, ist der Gleiter zerstört.

Die heiße Lava erhitzt langsam das Raumschiff. Sobald der Balken unten links den roten Bereich erreicht hat, ist der Gleiter zerstört.

Unter der Planetenoberfläche findet man zudem noch kleine Seen, Wasserfälle und Lava-Becken. Dabei gelten stets die physikalischen Gesetze: Abgeschossene Felsbrocken fallen realistisch zu Boden, Wasser fließt durch Öffnungen oder kühlt die brodelnd heiße Lava zu Gestein ab. Umgekehrt kann Lava bestimmte Felssorten auch langsam auflösen und in Lava verwandeln. Im späteren Spielverlauf kommt noch eine schwarze, magnetische Flüssigkeit hinzu.

Die Lava lässt sich mit Wasser in porösen Sandstein verwandeln.

Die Lava lässt sich mit Wasser in porösen Sandstein verwandeln.

Zuerst die Flüssigkeiten

Als Spieler muss man stets darauf achten, wohin man schießt und wie die Felsbrocken fallen. Die Wissenschaftler könnte man sonst nicht nur versehendlich erschießen, sondern auch zerquetschen oder in heißer Lava verbrennen. Immerhin können sie unter Wasser beliebig lange ausharren.

Mit dem Enterhaken holt man Wissenschaftler an Bord …

Mit dem Enterhaken holt man Wissenschaftler an Bord …

Auch das eigene Fluggerät kann beliebig lange unter Wasser bleiben, erhitzt sich jedoch beim Flug über die Lava. Beginnt es irgendwann zu brennen, ist das Spiel erst einmal vorbei und man muss die Rettungsmission von Neuem starten. Man sollte daher möglichst schnell über die Lava hinweg fliegen oder aber in ihr Becken von unten einen Abfluss schießen. Zusätzlich lässt sich das Raumschiff auch in einem Wasserbecken schnell wieder herunterkühlen. Sobald schließlich alle Arbeiter an Bord sind, gilt es schließlich noch den Ausgang zu suchen. Nachdem man diesen erreicht hat, geht es in einem neuen Höhlensystem weiter.

… und greift sich nützliche Artefakte. Dieses hier saugt sich erst in einem See mit Wasser voll …

… und greift sich nützliche Artefakte. Dieses hier saugt sich erst in einem See mit Wasser voll …

Teambildung

Wer sich nicht alleine in die Gänge traut, darf im Co-Op-Modus gemeinsam mit einem Freund die Wissenschaftler retten. Beide Spieler sitzen dabei vor dem gleichen Bildschirm und steuern jeweils ein eigenes Raumschiff.

… und verwandelt sich dann am Enterhaken in einen Wasserwerfer.

… und verwandelt sich dann am Enterhaken in einen Wasserwerfer.

PixelJunk Shooter bekommt man für 7 Euro im Humble Store [2] und bei Desura [3] sowie für 9 Euro auf Steam [4]. Bei den beiden zuerst genannten Quellen spart man nicht nur 2 Euro, sondern erhält das Spiel auch noch komplett ohne Kopierschutz. Wer im Humble Store kauft, darf den PixelJunk Shooter auf Steam aktivieren. Des Weiteren ist das Spiel derzeit Teil des Humble Weekly Bundles [5]. Dort muss man mindestens 6 Dollar berappen, erhält dann aber noch das Actionspiel Gigantic Army sowie mehrere Windows-Spiele dazu.

Um an den Wissenschaftler unter Wasser zu gelangen, …

Um an den Wissenschaftler unter Wasser zu gelangen, …

Fazit

Hat man sich erst einmal mit der etwas fummeligen Steuerung angefreundet, entpuppt sich PixelJunk Shooter als fast schon süchtig machende Mischung aus Geschicklichkeits- und Actionspiel. Die Höhlensysteme sind clever und herausfordernd gestaltet, die Grafik im Comic-Stil ist stimmig, die Flüssigkeiten fließen weich, physikalisch korrekt und nachvollziehbar über die Landschaft. Wer sich unter Lava begräbt, ist folglich daran selbst schuld. Darüber hinaus überraschen die Entwickler immer wieder mit netten kleinen Ideen. Im Laufe der Zeit wiederholt sich jedoch die Vorgehensweise, worunter die Motivation etwas leidet: Weg freischießen, dabei auf die Flussrichtung von Wasser und Lava achten achten, Gegner abschießen und die Wissenschaftler retten.

… lässt man aus dem Becken einfach das Wasser ab.

… lässt man aus dem Becken einfach das Wasser ab.

Das Spiel erinnert übrigens stark an das erst vor Kurzem vorgestellte Retrobooster. Im Gegensatz zu diesem lässt sich das Raumschiff in PixelJunk Shooter wesentlich präzisier steuern, der Schwierigkeitsgrad steigt langsamer an und durch die Flüssigkeiten kommt ein wesentlich interessanteres und unverbrauchtes Spielelement hinzu. PixelJunk Shooter ist somit die verlangten 6 Euro mehr als wert.

PixelJunk Shooter

Bezugsquelle:  http://pixeljunk.jp/library/Shooter/
Entwickler: Double 11 / Q-Games
Lizenz: Kommerziell
Preis: 7 Euro (Desura und Humble Store), 9 Euro (Steam)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution (mindestens Ubuntu 13.04) mit aktivierter 3D-Grafik, ab 2.5Ghz Intel Core i3 oder gleichwertiger Prozessor, mindestens 2 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte ab der Klasse Radeon 5770 oder NVidia GTX 470, mindestens 250 MByte freier Festplattenspeicher
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