Das Spiel zum Wochenende: Pacapong

Das Spiel zum Wochenende: Pacapong

Pac-Man-Pong-Invaders

Ein Niederländer mit dem Pseudonym kingPenguin musste im Rahmen eines Wettbewerbs in nur neun Tagen ein komplettes Spiel entwickeln. Also warf er kurzerhand mehrere Spieleklassiker in einen Mixer. Entstanden ist ein witziges kostenloses Spiel für zwei Personen.

Im Geschicklichkeitsspiel Pacapong blicken zwei Spieler auf ein Labyrinth, das auf der linken und rechten Seite mehrere Ausgänge besitzt. Auf der linken Seite wartet ein gelber, auf der rechten Seite ein roter Balken. Jeder Spieler steuert einen dieser Balken auf und ab – wahlweise mit der Tastatur oder über ein Gamepad. Die Balken fungieren dabei als eine Art Tennisschläger, mit denen die Spieler ein kleines gefräßiges Tortenstück in die Richtung des jeweiligen Gegners schlagen müssen.

Hier hat der Spieler mit dem roten Schläger seinen Pac-Man in das Labyrinth geschickt. Dieser frisst sich unaufhaltsam von rechts nach links.

Hier hat der Spieler mit dem roten Schläger seinen Pac-Man in das Labyrinth geschickt. Dieser frisst sich unaufhaltsam von rechts nach links.

Heißhunger

Der erste Spieler schlägt diesen Pac-Man in das Labyrinth. Dort frisst sich der kleine Kerl automatisch auf die rechte Seite. Durch Auf- und Abbewegungen des Balkens kann der Spieler seinen Pac-Man nach oben und unten bewegen. Auf diese Weise gilt es, möglichst viele der im gesamten Labyrinth verteilten, weißen Kugeln einzusammeln.

Hier hat der rote Spieler nicht aufgepasst: Da man den Pac Man nicht anhalten kann, läuft er gleich in den Geist.

Hier hat der rote Spieler nicht aufgepasst: Da man den Pac Man nicht anhalten kann, läuft er gleich in den Geist.

Wie im originalen Pac-Man wuseln durch die Gänge vier weiße Geister. Jede Kollision mit ihnen lässt den Pac-Man zerplatzen. Damit erhält automatisch der Gegner den nächsten Aufschlag. Schafft man es, eine der dickeren weißen Kugeln aufzusammeln, verfärben sich die Geister blau. In diesem Zustand kann sie Pac-Man auffressen und so zerstören. Nach einer kurzen Zeit tauchen die Geister allerdings wieder auf.

Vorteil für Gelb: Während der gelbe Spieler Aufschlag hat, muss der rote Spieler dem Space Invader ausweichen.

Vorteil für Gelb: Während der gelbe Spieler Aufschlag hat, muss der rote Spieler dem Space Invader ausweichen.

Wer hat den Längsten?

Am oberen Bildschirmrand erhält jeder Spieler einen weißen Balken. Bei einer Kollision mit einem Geist verkürzt sich dieser Balken um ein kleines Stück. Gleiches gilt, wenn der Pac-Man-Ball am eigenen Schläger vorbeifliegt. Umgekehrt wird der Balken wieder länger, wenn man die weißen Kugeln einsammelt. Wer nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit den längsten Balken hat, gewinnt die komplette Partie.

Am oberen Bildrand zeigt das Spiel neben der Uhrzeit auch über die Balken den Spielstand an. Im Moment hat der gelbe Spieler den kürzeren Balken und würde somit verlieren.

Am oberen Bildrand zeigt das Spiel neben der Uhrzeit auch über die Balken den Spielstand an. Im Moment hat der gelbe Spieler den kürzeren Balken und würde somit verlieren.

Sammelt der kleine Pac-Man im Labyrinth ein Symbol mit dem Außerirdischen aus Space Invaders ein, erscheint dieser in Groß über dem Schläger des Gegners. Berührt dieser dann mit seinem Schläger den Außerirdischen, verkürzt das Spiel ebenfalls seinen den Balken am oberen Bildschirmrand. Als währen das noch nicht genug Schikanen, erscheint hin und wieder auch noch der Affe aus Donkey Kong, der stilecht mit Fässern um sich wirft. Auch hier verkürzt jede Berührung den Balken am oberen Rand.

Die von Donkey Kong geworfenen Fässer haben den roten Schläger getroffen, was umgehend einen Punktabzug bedeut.

Die von Donkey Kong geworfenen Fässer haben den roten Schläger getroffen, was umgehend einen Punktabzug bedeut.

Pacapong entstand im Rahmen des Mini Ludum Dare 58 [2]. Bei diesem Wettbewerb müssen Entwickler binnen neun Tagen ein komplettes Spiel entwickeln. Die 58. Auflage fand vom 20. bis 29. März statt und stand unter dem Motto „Pong“. Pacapong bekommt man kostenlos unter [1]. Dort muss man nur auf Download neben pacapong_linux.zip klicken. Anschließend entpackt man das Archiv auf der Festplatte und macht die Datei runner ausführbar (etwa indem man sie mit der rechten Maustaste anklickt und dann in den Eigenschaften und Berechtigungen einen Haken vor ausführbar oder einem ähnlichen Punkt setzt). Anschließend muss man nur noch runner starten. Pacapong liegt derzeit nur als 32-Bit-Version vor. Im Hauptmenü bewegt der erste Spieler mit den Tasten [w], [a], [s], [d] seinen Schläger, der drückt eine Pfeiltaste. Damit startet dann automatisch die Partie.

Den aus dem Labyrinth herausflutschenden Pac Man muss man mit seinem Schläger abfangen.

Den aus dem Labyrinth herausflutschenden Pac Man muss man mit seinem Schläger abfangen.

Fazit

Das Geschicklichkeitsspiel Pacapong ist eine wilde und erstaunlicherweise gut funktionierende Mischung aus Pac-Man, Space Invaders, Pong und Donkey Kong. Die Beschreibung des Spielprinzips klingt zunächst ziemlich kompliziert. Wer die alten Spiele jedoch schon einmal gespielt hat, dürfte sich sofort zurechtfinden. Die Grafik ist einfach und zweckmäßig gehalten. Besonders viel Spaß macht Pacapong auf Partys. Besonders lange kann das nette Spiel jedoch nicht begeistern, zudem ist man zwingend auf einen Spielpartner angewiesen.

Pacapong

Bezugsquelle:  http://kingpenguin.itch.io/pacapong
Entwickler: kingPenguin
Lizenz: Eigene (Closed Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik
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