Wenn Mutanten nicht gerade um ein Lagefeuer sitzen, ballern sie natürlich andere angriffslustige Mutanten über den Haufen. In einem Actionspiel von Vlambeer macht das nicht nur wegen der Rollenspielelemente durchaus immer mal wieder Spaß.
In Nuclear Throne sucht sich der Spieler zunächst einen von mehreren möglichen Mutanten aus und schießt sich mit diesem dann durch eine mit Monstern gespickte Landschaft. Sobald man mit seinem Mutanten alle anderen Kreaturen ins Jenseits befördert hat, erscheint ein Portal zu einem neuen Level. In ihm geht dann der Kampf gegen eine etwas stärkere Monsterbande von vorne los. Wer besonders lange durchhält, darf schließlich den namensgebenden nuklearen Thron erklimmen.

Zu Beginn des Spiels darf man sich einen Mutanten aussuchen. Der Fish kann schnell über den Boden rollen und bekommt mehr Munition.
Ballermann
Zur Wehr setzt sich der eigene Held mit mehr oder weniger durchschlagskräftigen Waffen. Zunächst hält er nur eine einfache Pistole in der Hand. Weitere Schießeisen findet er vorwiegend in Schatzkisten, die irgendwo achtlos im Level herum stehen. Allerdings kann der eigene Mutant immer nur zwei Wummen gleichzeitig tragen und zudem nur mit einer von beiden schießen. Man muss sich folglich gut überlegen, welche zwei Waffen man im Gepäck behält. Damit noch nicht genug, ist auch noch die Munition der meisten Schießeisen limitiert. Nachschub hinterlassen einige ausgeschaltete Gegner, zudem findet man Munitionskistchen hin und wieder in den erwähnten Schatztruhen.
Jeder Mutant verfügt über eine Spezialfähigkeit. So kann sich etwa das lilafarbene Steinmonster kurzzeitig in einen Diamantblock verwandeln, während der Frosch über eine Spezialrolle schnell die Flucht antritt. Einige umgenietete Gegner hinterlassen kleine, mit grünem radioaktivem Schleim gefüllten Röhrchen. Hat man von denen eine vorgegebene Menge eingesammelt, steigt der Held eine Erfahrungsstufe auf. Damit darf der Spieler seinem Helden gleichzeitig eine von mehreren neuen Spezialfähigkeiten spendieren. Des Weiteren schaltet der Spieler durch Erfolge nach und nach weitere von insgesamt 12 Monstern frei, mit denen er dann in den Kampf ziehen kann. Darunter befinden sich so illustre Gesellen wie ein kopfloses Hühnchen oder eine mutierte fleischfressende Pflanze.
Zufallsbekanntschaften
Alle Level generiert das Spiel per Zufall, jeder Durchlauf spielt sich folglich immer wieder etwas anders. Hin und wieder trifft man auf größere Zwischengegner, die mehr Schüsse einstecken, als die üblichen Mutanten. Nuclear Throne bietet zudem einen Co-Op-Modus, bei dem zwei Spieler gemeinsam vor einem Bildschirm gegen die angriffslustigen Mutanten antreten.
Entwickler Vlambeer verkauft Nuclear Throne für 12 Euro auf Steam [2] und im Humble Store [4]. Das Action-Rollenspiel ist zudem auf Gog.com erhältlich, dort bekommt man allerdings zumindest im Moment nur die Windows- und OS X-Version [3]. Im Humble Store dürfen sich Käufer nicht nur über eine kopierschutzfreie Fassung freuen, sondern Nuclear Throne auch noch auf Steam freischalten. Darüber hinaus ist das Spiel derzeit Teil des Humble Indie Bundle 17. Bei dieser Sonderaktion darf man für mehrere Spiele einen frei wählbaren Preis bezahlen [5]. Nuclear Throne erhält man allerdings erst, wenn man mindestens 10 Euro überweist.
In jedem Fall liegt das Spiel nur als 32-Bit-Version vor. Die erkannte im Test zudem die Bildschirmauflösung nicht korrekt. Beheben ließ sich dies, indem man in den Einstellungen einmal die Vollbilddarstellung ab- und wieder anschaltet. Die Menüpunkte lassen sich dabei mit den Pfeiltasten ansteuern, ein linker Mausklick löst den Menüpunkt aus beziehungsweise legt eine Einstellung um.

Die unterschiedlichen Landschaften sorgen nur für optische Abwechslung, spielerisch haben sie keine Bedeutung.
Fazit
Nuclear Throne ist ein kleines, schnelles Ballerspiel für zwischendurch. Die Pixelgrafik reißt zwar nicht vom Hocker, passt aber gut zum überdrehten Endzeitszenario. Die Rollenspielelemente motivieren, nur noch „mal eben schnell“ einen neuen Versuch in Angriff zu nehmen. Der Schwierigkeitsgrad steigt zwar langsam an, Einsteiger dürften jedoch eine Weile benötigen, bis sie die Steuerung ihres Helden beherrschen. Die verlangten 12 Euro sind für das kurzweilige Spiel jedoch eindeutig zu hoch. Ähnliche Spiele wie Hammerwatch [6] bekommt man derzeit schon für fast die Hälfte des Preises.
Nuclear Throne
| Bezugsquelle: | http://nuclearthrone.com/ |
| Entwickler: | Vlambeer |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 12 Euro (Steam) / 11 Euro (Gog.com und Humble Store) |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution, Prozessor ab 1,2 GHz, mindestens 1 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte mit mindestens 256 MByte |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
http://nuclearthrone.com/
[2] Steam:
http://store.steampowered.com/app/242680/
[3] Gog.com:
https://www.gog.com/game/nuclear_throne
[4] Humble Store:
https://www.humblebundle.com/store/nuclear-throne
[5] Humble Indie Bundle 17:
https://www.humblebundle.com/humble-indie-bundle-17
[6] Das Spiel zum Wochenende: Hammerwatch, Tim Schürmann, „Vergnügliches Verkloppen“, LinuxCommunity 17.08.2013:
https://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Das-Spiel-zum-Wochenende-Hammerwatch/(language)/ger-DE









