Wenn heimtückische Meeresbewohner die schützende See verlassen und über den Strand robben, helfen nur noch drei starke Geschütze. Die feuern allerdings nur, wenn der Befehlshaber den passenden Morsecode schickt.
Im Geschicklichkeitsspiel Morse C.O.D. steht der gute alte Telegraf im Mittelpunkt: An einem Strand stehen drei ansehnliche Geschütze, die Richtung Meer feuer können. Von dort verlassen immer wieder angriffslustige Meeresbewohner das kühle Nass und robben sich in die Richtung der Geschütze. Dort wiederum nagen sie sukzessive an der Moral der Soldaten in den Geschützen. Genau das gilt es natürlich möglichst effektiv zu verhindern. Dummerweise befindet sich der Kommandostand in sicherer Entfernung.
Punkt-Strich-Rechnung
Die einzige Verbindung zu den Geschützen stellen drei alte Telegrafen. Damit eines der Geschütze feuert, muss man diesem einen Buchstaben morsen. Das Geschütz feuert dann auf genau das Meerestier, das mit dem gleichen Buchstaben markiert ist.
Während kleine Fische schon nach einem Treffer erledigt sind, können Robben und Schildkröten deutlich mehr einstecken. Wie viel genau, zeigt ein roter Balken über den jeweiligen Tieren an. Auf einen besonders robusten Angreifer sollte man eventuell mehrere Geschütze gleichzeitig ansetzen, indem man ihnen einfach allen den entsprechenden Buchstaben morst.
Schafft es ein Tier bis zu den Geschützen, verringert es unermüdlich die Moral der Soldaten. Wie weit die Fische und Meeressäuger den Kampfgeist bereits geschwächt haben, visualisiert ein großer roter Balken in der linken oberen Ecke. Ist er aufgebraucht, haben die Angreifer gewonnen und das Spiel ist beendet. Insgesamt sechs große Angriffswellen muss der Spieler überstehen.

Die Robben sind besonders fiese Gegner, da sie sehr schnell bis zu den Geschützen durchrutschen und ziemlich viele Treffer einstecken können.
Kostenlos am Drücker
Entwickler SeaDads bietet sein Geschicklichkeitsspiel kostenlos auf Itch.io an [1]. Dort muss man die Linux-Version per Download herunterladen und das Archiv auf der Festplatte entpacken. Anschließend starten Besitzer eines 32-Bit-Systems das Programm MorseCOD.x86, Nutzer eines 64-Bit-System hingegen das Pendant MorseCOD.x86_64. Die Telegrafen bedient man über die unter ihnen aufgemalten Pfeiltasten.
Das Spiel entstand im Rahmen des Wettbewerbs Global Game Jams. Nachträglich haben die Entwickler ihr Spiel noch einmal etwas verbessert und unter anderem Krabben als weitere Gegner hinzufügt. Programmierer Dave Lloyd hat zudem aus einer alten Maus, ausgemusterten Telegrafentastern und einer Holzkiste einen speziellen Controller gebastelt, den er in einem Blog-Beitrag vorstellt [2].
Fazit
Morse C.O.D. mischt nicht nur Action- und Geschicklichkeitsspiel, ganz nebenbei erlernt man auch den Morsecode. Wer ihn noch nicht kann, dürfte sich am Anfang häufiger vertippen und so wertvolle Zeit verlieren. Sobald man jedoch die wichtigsten Codes im Kopf hat, macht die Verteidigung des Strands eine Menge Spaß. Hat man alle Meerestiere besiegt, sinkt allerdings die Motivation für einen neuen Durchgang. Doch schon aufgrund der originellen Spielidee sollte man Morse C.O.D. ausprobieren.
| Bezugsquelle: | https://seadads.itch.io/morse-cod |
| Entwickler: | SeaDads |
| Lizenz: | Eigene (Closed Source) |
| Preis: | Kostenlos |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: https://seadads.itch.io/morse-cod
- [2] Post Jam Update: https://seadads.itch.io/morse-cod/devlog/24323/post-jam-update










