In einem Geschicklichkeitsspiel von Ian MacLarty muss man mit einem Kreisel einfach nur ein paar Würfel einsammeln. Wären da nicht diese überdimensionalen und äußerst flott umherwuselnden Hindernisse.
In Jumpgrid schaut der Spieler auf ein Gitter. An den Schnittpunkten der Gitterstäbe liegt jeweils ein Würfel. Diese Würfel gilt es mit einem kleinen Kreisel einzusammeln, den der Spieler über die Pfeiltasten zwischen den Schnittpunkten hin und her springen lässt. Bewegen kann sich der Kreisel nur über die Gitterstäbe, diagonale Sprünge sind folglich nicht möglich.

Über die Pfeiltaste lässt man den Kreisel (hier in der Mitte) über die Gitterstäbe sausen und so die kleinen Würfel einsammeln. Anschließend …
Reingeschoben
Über die komplette Bildschirmfläche bewegen sich äußert große Hindernisse. Mal handelt es sich um noch recht kleine Dreiecke, meist aber um größere Rechtecke. Stößt man mit ihnen zusammen, setzt das Spiel die Umgebung umgehend komplett zurück, wodurch man die Jagd nach den Würfeln erneut beginnen muss.
Immerhin weisen sämtliche Hindernisse ein ganz eigenes Bewegungsmuster auf, das sich ständig wiederholt. Hat man sich den Verlauf der Streben und Dreiecke eingeprägt, lassen sie sich zuverlässig umgehen. Konnte man schließlich alle Würfel einsammeln, öffnet sich in der Mitte des Gitters ein Portal. Sobald man es erreicht, geht es in einem neuen Level mit anderen Hindernissen weiter.

Kommen jedoch noch bewegliche Hindernisse wie hier die orangefarbenen Streben hinzu, ist schon mehr Geschick gefragt.
Zeitdruck
Wer nach den insgesamt 100 Leveln noch nicht genug bekommt, kann einen der zwei weiteren Spielmodi ausprobieren: Im Inifinite-Modus muss man möglichst lange die kleinen Würfel einsammeln. Jeder Würfel treibt dabei ein Punktekonto in die Höhe, wobei jeder neue Würfel deutlich mehr Punkte bringt. Im Speedrun-Modus wählt man einen der 100 Level aus, den man dann möglichst schnell meistern muss.
Ursprünglich entstand Jumpgrid im Rahmen des Salvage Jam [3]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer in nur fünf Tagen ein altes, schlechtes Spiel in ein brauchbares verwandeln. Ian MacLarty hat seinen Beitrag nach dem Wettbewerb noch mehrfach überarbeitet und daraus ein kostenpflichtiges Spiel entwickelt. Das Ergebnis verkauft er für knapp 5 US-Dollar über Itch.io [1] sowie 4 Euro auf Steam [2]. Im erstgenannten Online-Shop erhalten Käufer eine kopierschutzfreie Fassung. In jedem Fall liegt das Spiel als 32- und 64-Bit-Fassung vor.

Im Laufe des Spiels kommen immer mehr wirre Hindernisse hinzu, die wie hier nur ab und an den Blick auf die Würfel freigeben.
Fazit
Für Jumpgrid benötigt man lediglich die Pfeiltasten und flinke Finger. Der Schwierigkeitsgrad zieht allerdings recht schnell stark an. Während man die ersten drei Level noch im ersten Anlauf bewältigt, benötigt man für alle weiteren durchweg mehrere Versuche. Jumpgrid entpuppt sich dabei als erstaunlich anspruchsvoller Geschicklichkeitstest. Der Entwickler spricht nicht umsonst davon, die „Finger zum Tanzen“ zu bringen. Wer anspruchsvolle Reaktionsspiele mag, sollte unbedingt zugreifen.
| Bezugsquelle: | https://ianmaclarty.itch.io/jumpgrid |
| Entwickler: | Ian MacLarty |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 4,99 US-Dollar (Itch.io) / 3,99 Euro (Steam) |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: https://ianmaclarty.itch.io/jumpgrid
- [2] Jumpgrid bei Steam: https://store.steampowered.com/app/942060/JUMPGRID/
- [3] Salvage Jam: https://itch.io/jam/salvagejam







