Owlchemy Labs lassen den Spieler Holz hacken. Viel Holz. Extrem viel Holz. Was ermüdend klingt, entpuppt sich jedoch als recht abwechslungsreicher Geschicklichkeitstest für zwischendurch.
Im Garten kippt eine große Tanne um und erschlägt die Oma auf ihrem Schaukelstuhl. Enkel Jack Lumber kann das nicht durchgehen lassen und zerhackt aus Rache gleich den kompletten Wald in seine Einzelteile.

Mit der Maus zieht man eine gestrichelte Linie über den Bildschirm, welche Flugbahn der Axt kennzeichnet. Grün markierte Scheite werden korrekt geteilt.
Kleinholz
Im Geschicklichkeitsspiel Jack Lumber übernimmt der Spieler die Rolle von Jack Lumber. Mit der Maus zerteilt er die vom Spiel hochgeworfenen Holzscheite: Sobald die Scheite durch die Luft wirbeln, muss der Spieler die Maustaste drücken. Dabei verlangsamt sich für einen Moment die Zeit. Währenddessen muss der Spieler mit dem Mauszeiger möglichst schnell Schnitte durch die Holzblöcke ziehen. Gemeinerweise lassen sich die Scheite immer nur in Längsrichtung teilen. Sobald die Zeit abgelaufen ist oder der Spieler die Maustaste loslässt, zerhackt Jack Lumber die korrekt markierten Blöcke. Für jedes so produzierte Holzbrett schreibt das Spiel schließlich Punkte gut.

Den Klotz auf der linken Seite muss man horizontal und waagerecht durchtrennen, den geknickten Stamm wie im Bild gezeigt durch seine Mitte.
Im weiteren Verlauf wirft das Spiel neben den normalen Holzscheiten auch zunehmend Spezialblöcke in die Luft. Diese rotieren schneller, lassen sich nur in einer ganz bestimmten Richtung durchteilen, sind verwinkelt oder müssen mehrfach mit der Axt halbiert werden. Ab und an wirbelt auch ein Tier des Waldes über den Bildschirm. Dieses sollte man tunlichst nicht mit der Maus berühren.

Die Blöcke mit den Pfeilen darf man nur in der gezeigten Richtung durchtrennen. Den Adler sollte man gleichzeitig verschonen.
Punktgenau
Des Weiteren stellt das Spiel immer drei optionale Herausforderungen. So muss der Spieler etwa 100 Holzscheite zerteilen oder mehrere bestimmte Spezialblöcke hintereinander zerhacken. Wer eine solche Aufgabe meistert, erhält einen saftigen Batzen Zusatzpunkte. Alle gesammelten Punkte kann der Spieler in seiner Blockhütte gegen Bonusobjekte eintauschen. So gibt es beispielsweise Sirupflaschen, mit denen man die Holzblöcke auf dem Monitor festkleben und so einfacher durchteilen kann.
Das Spiel ist in mehrere Level mit einem aufsteigenden Schwierigkeitsgrad unterteilt. Am Ende eines Levels bewertet das Spiel den Holzhacker und vergibt Auszeichnungen. Jeden gelösten Level kann man jederzeit noch einmal in Angriff nehmen und so seine Fertigkeiten sukzessive verbessern. Schließlich lässt sich auch noch ein Endlosmodus freischalten, in dem der Spieler möglichst lange Holz zerteilen muss.

Im späteren Verlauf werden die Holzscheite immer kniffliger. Ein Schnitt durch den Block mit der Uhr hält die Zeit vorübergehend an.
Ab in den Baumarkt
Entwickler Owlchemy Labs verkauft Jack Lumber für 11 Euro auf Desura [2] oder 5 Euro auf Steam [3]. Auf Desura erhält man allerdings eine kopierschutzfreie Version und kann das Spiel zusätzlich noch auf Steam freischalten. Das Spiel selbst liegt als 32- und 64-Bit-Version vor. Darüber hinaus ist Jack Lumber derzeit noch Teil des Humble mozilla Bundle [4]. Dort darf man für mehrere Spiele zahlen, was man möchte. Um Jack Lumber zu erhalten, muss man allerdings mindestens den aktuellen Durchschnittspreis berappen, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels bei knapp 5.60 Dollar lag (und somit noch unter den auf Steam verlangten 5 Euro). Bei der Aktion bekommt man zudem auch noch eine Version, die direkt im Firefox-Browser läuft. Auf der Humble-Bundle-Seite darf man sogar Jack Lumber anspielen: Dazu klickt man einfach unterhalb des Jack-Lumber-Symbols auf Play.

In der Wohnung stapeln sich die gesammelten Trophäen, über die Karte am unteren Rand geht es zum nächsten Einsatzort.
Fazit
Jack Lumber ist ein nettes Geschicklichkeitsspiel für die Mittagspause oder eine Bahnfahrt. Die Entwickler waren sichtlich bemüht, etwas Abwechslung in das recht einfache Spielprinzip zu bringen. So kommen immer wieder neue Spezialblöcke hinzu und eine kleine, abgedrehte Hintergrundgeschichte verbindet die einzelnen Level. Obendrauf gibt es eine niedliche Comic-Grafik.
Langfristig motivieren können aber auch die zahlreichen Herausforderungen nicht. Zudem merkt man, dass die Steuerung eigentlich für Tablets und Smartphones zugeschnitten ist. Die auf Desura verlangten 11 Euro sind daher eindeutig zu viel, als Teil eines Spielebundles nimmt man Jack Lumber aber gerne mit.
Jack Lumber
| Bezugsquelle: | http://jacklumbergame.com/ |
| Entwickler: | Owlchemy Labs |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 5 Euro (Steam) / 11 Euro (Desura) |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Ubuntu 12.04, Prozessor mit 1 GHz oder schneller, mindestens 512 MByte Hauptspeicher, 400 MByte freier Festplattenspeicherplatz |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
http://jacklumbergame.com/
[2] Desura:
http://www.desura.com/games/jack-lumber
[3] Steam:
http://store.steampowered.com/app/220900/
[4] Steam:
https://www.humblebundle.com







