Das Spiel zum Wochenende: House Call

Das Spiel zum Wochenende: House Call

Gejagtes Kätzchen

Als süßes Kätzchen lebt man unbeschwert bei einer älteren Dame – bis die Enkelkinder zu Besuch kommen. Um nicht als Spielzeug herhalten zu müssen, bleibt nur die Flucht. Zur Not auch über den voll gestellten Küchentisch.

In House Call sieht der Spieler die Welt aus den Augen einer kleinen schwarzen Katze. Die genießt ihr ruhiges Leben im Haus einer netten alten Dame. In diese Idylle platzen jedoch eines Tages ihre Enkelkinder. Die finden das Kätzchen nicht nur total niedlich, sondern wollen es auch knuddeln und vor allem in hässliche Klamotten stecken. Da bleibt nur noch, möglichst schnell Reißaus zu nehmen.

Während die liebe Oma einfach nur in der Wohnung herumsteht …

Rubbeldikatz

Über die Tastatur lässt der Spieler die Katze durch die Wohnung flitzen, die Leertaste löst einen Sprung aus. Auf diese Weise kommt die Katze auch auf Tische, Regale und andere höher gelegene Einrichtungsgegenstände. Dummerweise sind die Kinder ebenfalls recht flink. Zudem besteht das Haus aus mehreren geschlossenen Räumen, die zu einer gemeinen Sackgasse werden können. Hinderlich auf der Flucht sind zudem die überall herumliegenden Gegenstände, welche die Katze auf ihrer Flucht zumindest teilweise umstoßen und so aus dem Weg räumen kann.

… wollen die Kinder mit der Katze spielen.

Hat ein Kind die Katze einmal erwischt, kann sich das Tierchen nur noch mit Sprüngen wehren und so retten. Jeder Griff durch die Kinder kostet jedoch Kraft, die ein grüner Balken rechts oben in der Bildschirmecke repräsentiert. Ist der Balken leer, gerät man kraftlos in die Fänge der Kinder und darf sich dann die nächsten Stunden hübsch schminken und dekorieren lassen. Den Balken auffüllen kann man an einer Futterschale, die man allerdings in dem ganzen Chaos erst einmal finden muss.

Unter dem Tisch, auf der Spüle und an ähnlichen Orten kommen die Kinder nicht an das Kätzchen heran. Sie bieten daher eine ideale Versteckmöglichkeit, würde nicht gleichzeitig langsam auch die Energie schwinden.

House Call steht kostenlos auf Itch.io zum Download bereit [1]. Dort muss man lediglich auf Download neben dem Pinguin-Symbol klicken, das so erhaltene ZIP-Archiv entpacken und dann das Programm HouseCallLinuxBuild.x86_64 starten. Wie der Dateiname dezent andeutet, liegt das Spiel derzeit nur als 64-Bit-Fassung vor.

Am Napf lässt sich die Energie wieder auffrischen.

Fazit

House Call bietet nicht nur ein witziges Spielprinzip, sondern stimmt auch noch etwas nachdenklich: Erst durch das Spiel merkt man, wie riesig selbst kleine Kinder auf Katzen wirken und wie viel Stress entsteht, wenn Menschen hinter einer Katze herlaufen. Die Grafik ist einfach gehalten, besitzt aber zugleich auch einen interessanten pixeligen Comic-Look.

Hat man die Invasion der Kinder überstanden, darf man in Ruhe um die Häuser streichen und sich entspannen.

Durch das einfache Konzept kann House Call allerdings nicht langfristig an den Bildschirm fesseln. Zwar gibt es vier Jahreszeiten, in denen sich jedoch nur die Einrichtungsgegenstände im Haus und somit die Hindernisse leicht verändern. Dennoch bietet House Call eine kurzweilige Ablenkung in der Mittagspause.

House Call

Bezugsquelle: https://kcamberart.itch.io/house-call
Entwickler: KC Amber
Lizenz: Eigene (Closed Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution, Grafikkartentreiber mit aktivierter 3D-Beschleunigung

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: https://kcamberart.itch.io/house-call
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