Das Spiel zum Wochenende: Guardian Sphere

Das Spiel zum Wochenende: Guardian Sphere

Rundum kugelig

In einem kleinen, schnellen und äußerst gelungenen Retro-Actionspiel zählen magische Kugeln als Währung – die aber gemeinerweise auch über das Leben des Helden entscheiden.

In der fernen Zukunft hat die Menschheit kleine magische Kugeln entdeckt, die sogenannten Spheres. Sie speichern große Mengen Energie und führten damit zu zahlreichen neuen Technologien. Nebenbei verbanden die Spheres die verschiedenen Spezies im Universum. Einige der humanoiden Lebewesen entwickelten beim Kontakt mit den Spheres ungeahnte Spezialfähigkeiten. Die Hilfe dieser Guardians wird zudem dringend benötigt: Schicken sich doch gerade ein paar fiese Außerirdische an, den Planeten zu erobern.

Der Guardian namens „Capsule“ verschießt Schlangen-Projektile.

Ballermann

Zu Beginn des Actionspiels „Guardian Sphere“ wählt der Spieler einen der Guardians als Alter Ego aus. Jeder Guardian hat dabei unterschiedliche Fähigkeiten und Waffen. So kann „Sphere“ besonders schnell seine Projektile abfeuern, während diese beim Kollegen „Cube“ explodieren. Hat man sich für einen Helden entschieden, verfrachtet ihn das Spiel umgehend auf die Planetenoberfläche.

Jeder Gegner besitzt andere Angriffsmuster.

Dort läuft der Guardian unaufhaltsam Richtung Norden. Über die Pfeiltasten navigiert ihn der Spieler über die sichtbare Spielfläche, ein Druck auf die Taste [C] feuert Schüsse ab. Letztgenannte wehren die vom oberen Rand unablässig herein strömenden Gegner ab. Einige von ihnen vertragen noch nicht einmal einen Treffer, andere muss man hingegen länger unter Beschuss nehmen.

Am Ende eines Levels wartet ein Endgegner, der ziemlich viele Treffer einstecken kann.

Brennball

Erledigte Gegner hinterlassen hin und wieder Spheres. Die wiederum kann der Spieler einsammeln und dabei um seine Hüften drapieren. Zu Beginn des Spiels lassen sich so maximal zehn Spheres horten, im späteren Verlauf kann der Held seinen Vorrat ausbauen. Muss man selbst einen Treffer einstecken, kostet das wiederum eine Sphere. Sollten alle Spheres aufgebraucht sein, zieht das Spiel ein Leben ab, von denen insgesamt vier zur Verfügung stehen. Damit aber noch nicht genug, unterbreitet das Spiel immer wieder ein unmoralisches Angebot.

Die Läden, wie hier das rechts unten, kann man auch einfach ignorieren. Die grünen Gewächse platzen nach einiger Zeit auf und entlassen mehrere kleine Aliens in die Freiheit.

Ab und an stößt der Held auf ein kleines Geschäft. In ihm kann der Spieler die Fähigkeiten seines Guardian verbessern und beispielsweise die Schussfrequenz oder die Durchschlagskraft der Projektile erhöhen. Diese Verbesserungen kosten jedoch einen Teil der Spheres. Besonders begehrte Eigenschaften verlangen sogar alle mühsam eingesammelten Exemplare.

Gegen die Zahlung von zehn Spheres würden alle erledigten Gegner mehr Spheres hinterlassen als üblich.

Guardian Shpere entstand im Rahmen des Ludum Dare 44 [2]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer in nur vier Tagen ein Spiel zum Thema „Your Life is Currency“ (Dein Leben ist die Währung) entwickeln. Die beiden Brüder mit den Pseudonymen Pixel-Boy und AAA stellen ihren Beitrag Guardian Sphere kostenlos auf Itch.io zum Download bereit [1]. Dort lässt sich das Spiel auch direkt im Browser ausprobieren. Die Linux-Version liegt nur als 64-Bit-Fassung vor.

Jeder Level besitzt seine ganz eigene Optik und seinen ganz eigenen Schwierigkeitsgrad.

Fazit

Das Actionspiel Guardian Sphere orientiert sich an klassischen Shoot-em-Ups der 1980er und 1990er Jahren. Obwohl man im Wesentlichen einfach auf alles schießt, was sich bewegt, macht das kleine Actionspiel eine Menge Spaß. Die einzelnen Level sind wie die Gegner abwechslungsreich und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Die Bedienung ist unkompliziert und schnell erlernt. Durch den Handel mit den Spheres kommt zudem eine taktische Komponente ins Spiel. Ständig muss man überlegen, ob die erhöhte Feuerkraft wirklich eine Sphere wert ist. Wer schnelle unkomplizierte Actionspiele mag und die Pixel-Grafik nicht abschreckend findet, sollte unbedingt probespielen.

Guardian Sphere

Bezugsquelle: https://pixel-boy.itch.io/guardian-sphere
Entwickler: Pixel-Boy und AAA
Lizenz: Eigene (Closed Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution
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