Das Spiel zum Wochenende: Gang Beasts

Das Spiel zum Wochenende: Gang Beasts

Gelatineparty

In einem spaßigen Multiplayer-Spiel von Boneloaf muss man einfach nur alle anderen Gegner eliminieren. Das ist allerdings gar nicht so einfach, wenn man keine Waffen besitzt und die Körper der Teilnehmer aus einer gelatineartigen Masse bestehen.

Das Spielprinzip von Gang Beasts ist ziemlich simpel: In einer Arena versuchen sich mehrere Spieler gegenseitig ins Jenseits zu befördern. Der letzte Überlebende gewinnt schließlich die Partie. Anders als bei ähnlichen Actionspielen gibt es in Gang Beasts jedoch keine Waffen. Für Lachkrämpfe und packende Kämpfe sorgen zudem zwei abgedrehte Besonderheiten.

Wer hier vom Gerüst fällt, scheidet unweigerlich aus.

Wer hier vom Gerüst fällt, scheidet unweigerlich aus.

Wackelpudding

Zunächst bestehen alle Protagonisten aus Gelatine. Die ein bisschen wie leckere Gummibärchen aussehenden Figuren laufen dadurch nicht nur etwas wabbelnd, der Spieler muss auch die Gliedmaßen mit unterschiedlichen Tasten einzeln bewegen. Das gelingt zwar deutlich einfacher als bei Octodad [5], um aber etwa einen Gegner zu schlagen, muss man sich ihm erst zuwenden und dann die entsprechende Hand ausstrecken.

Die Verrenkungen der einzelnen Figuren führen immer wieder zu witzigen Wrestling-Szenen.

Die Verrenkungen der einzelnen Figuren führen immer wieder zu witzigen Wrestling-Szenen.

Des Weiteren finden die Kämpfe an äußerst gefährlichen Plätzen statt. So müssen die Gelatinemännchen unter anderem auf Eisschollen, in einem überdimensionalen Fleischwolf oder an diversen Gerüsten möglichst lange überleben. Die gefährlichen Gegenstände der Arena lassen sich allerdings auch zum eigenen Vorteil ausnutzen. Steht beispielsweise der Gegner gefährlich nah am Rand einer heißen Feuergrube, könnte ein kleiner Schubs dem Geschehen eine positive Wendung geben.

Der riesige Propeller in dieser Halle blasen die Gelatinemännchen in die Luft – wo sie andere Ventilatoren aus der Halle saugen.

Der riesige Propeller in dieser Halle blasen die Gelatinemännchen in die Luft – wo sie andere Ventilatoren aus der Halle saugen.

Aufgemischt

In einigen Arenen liegen auch noch verschiedene Gegenstände, wie Fässer oder Bretter herum. Diese lassen sich aufheben und einem Kontrahenten entgegenschleudern. Dabei wirken jederzeit die korrekten physikalischen Gesetze: Kisten prallen folglich korrekt voneinander ab. Das Aussehen der eigenen Spielfigur kann man vor dem Beginn einer Partie recht weitgehend selbst bestimmen. Neben Farbe und Schnurrbärten stehen es auch diverse Kleidungsstücke zur Auswahl.

 In einem entsprechenden Editor kann man seine Figur optisch anpassen und ihr unter anderem eine Brille verpassen.

In einem entsprechenden Editor kann man seine Figur optisch anpassen und ihr unter anderem eine Brille verpassen.

Für weitere Abwechslung sorgen verschiedene Spielmodi. So kommen bei „Wellen“ immer wieder einige vom Computer gesteuerte Gegner in die Arena. Beim „Fußball“ hingegen müssen sich die Spieler nicht gegenseitig ins Jenseits befördern, sondern einen Ball in das Tor der gegnerischen Mannschaft bugsieren.

Hier sind nicht nur die Walzen tödlich, auch die Geländer …

Hier sind nicht nur die Walzen tödlich, auch die Geländer …

Entwickler Boneloaf bietet sein kleines Actionspiel für 20 Euro auf Steam [2] und im Humble Store [3] an. In letztgenanntem gibt es Gang Beasts auch in einer kopierschutzfreien Fassung. Die liegt jedoch wiederum nur in einer 32-Bit-Version vor und bot in unserer Version keine Möglichkeit für Mehrspielerpartien über das Internet.

… geben bei zu viel Druck nach.

… geben bei zu viel Druck nach.

Darüber hinaus ist das Spiel derzeit noch Teil des Humble Doube Fine Presents Bundle [4]. Bei dieser Sonderaktion darf man für mehrere Spiele zahlen, was man möchte. Gang Beasts bekommt man allerdings erst dazu, wenn man mindestens 10 US-Dollar (ungefähr 8,80 Euro) überweist. Damit ist das Spiel jedoch immer noch günstiger zu haben, als bei einem Einzelkauf.

Fazit

Gang Beasts ist ein witziges kleines Actionspiel für mehrere Spieler. Die unbeholfen wirkenden Bewegungen der Figuren sorgen für einige Lacher, die teilweise recht gemein aufgebaute Umgebung für taktische Tiefe. Hat man jedoch erst einmal alle vorhandenen Arenen ausprobiert und sich an die Steuerung gewöhnt, bleibt trotz der verschiedenen Spielmodi nur ein einfaches Multiplayer-Actionspiel mit simpler Comic-Grafik. Die 20 Euro erscheinen deshalb recht hoch. Wer ein pfiffiges, actionlastiges Partyspiel sucht, sollte möglichst im Rahmen einer Sonderaktion zuschlagen.

Gang Beasts

Bezugsquelle: http://gangbeasts.game/
Entwickler: Boneloaf
Lizenz: Kommerziell
Preis: 19,99 Euro (Steam / Humble Store)
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution, Prozessor Intel Core i3 der zweiten Generation, AMD A6 oder besser, mindestens 4 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte ab der Klasse Nvidia 8800 GT, AMD 5670 oder Intel HD 3000, Internetverbindung

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: http://gangbeasts.game/
  2. [2] Steam: https://store.steampowered.com/app/285900/Gang_Beasts/
  3. [3] Humble Bundle: https://store.steampowered.com/app/285900/Gang_Beasts/
  4. [4] Humble Double Fine Presents Bundle: https://www.humblebundle.com/games/double-fine-presents
  5. [5] Das Spiel zum Wochenende: Octodad – Dadliest Catch: Tim Schürmann, „Weiche Knie“, LinuxCommunity, 18.02.2017: https://www.linux-community.de/artikel/das-spiel-zum-wochenende-octodad-dadliest-catch/
E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben