Wenn man Pac Man in ein psychedelisches Labyrinth steckt und ihn dann auch noch auf depressive Geister ansetzt, kommt erstaunlicherweise ein durchaus anspruchsvolles Geschicklichkeitsspiel heraus.
Genau wie im Klassiker Pac Man muss der Spieler auch in EAT GIRL alle in einem Labyrinth herumliegenden Pillen einsammeln und dabei gleichzeitig den dort herumwuselnden Monstern aus dem Weg gehen. EAT GIRL erweitert dieses Konzept allerdings noch ziemlich kräftig.
Fresszelle
So steuert man anstelle der gelben Scheibe eine Art vor sich hin schnappende Lüsterklemme. Sobald man eine der Pfeiltasten drückt, läuft sie unaufhaltsam in die entsprechende Richtung. Stoppen kann sie nur eine Wand oder ein Druck auf die Taste [Y]. Des Weiteren gibt es mehrere Labyrinthe, die komplett unterschiedlich aufgebaut sind.
Durch deren Gänge schweben ein paar äußerst depressiv wirkende Geister. Die versuchen immerhin nicht direkt den Helden zu verfolgen, sprinten aber immer mal wieder mit hoher Geschwindigkeit durch das Labyrinth. Im weiteren Verlauf kommen noch andere Monster hinzu. So verschießen die kleinen sonnenartigen Wesen kleine Projektile, die auch vor Wänden nicht Halt machen.
Auf Kollisionskurs
In jedem Labyrinth muss man zunächst mit dem gefräßigen Helden alle Pillen einsammeln – und zwar gleich drei Mal. Hat man den ersten Schwung Pillen aufgegessen, erscheinen an anderen Stellen weitere bunte Pillen. Erst wenn man sich auch durch die dritte Welle gegessen hat, öffnet sich ein Portal, über das man zum nächsten Labyrinth gelangt. Bei einer Kollision mit einem Monster oder Projektil startet das Labyrinth erneut.

Die Monster kennen zudem noch diese fiese Angriffstechnik. Die Berührung mit dem Kreis ist umgehend tödlich.
Entwickler tesselode verkauft EAT GIRL für 5 US-Dollar auf Itch.io [1]. Der Start des Spiels setzt allerdings die Entwicklungsumgebung LÖVE voraus, die in den Repositories der meisten Distributionen lagert. Unter Ubuntu steckt sie beispielsweise im Paket love. Zum Start ruft man dann auf der Kommandozeile love eatgirl.love auf.
Fazit
EAT GIRL ergänzt das alte Pac-Man-Konzept um einige interessante Ideen. Die Labyrinthe sind zudem herausfordernd und abwechslungsreich gestaltet. Die psychedelische Pixelgrafik ist allerdings genau so gewöhnungsbedürftig wie die depressiven Geister. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, erhält ein herausforderndes kleines Geschicklichkeitsspiel.
| Bezugsquelle: | https://tesselode.itch.io/eatgirl |
| Entwickler: | tesselode |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 5 US-Dollar |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit LÖVE |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: https://tesselode.itch.io/eatgirl









