Man muss nur das gute alte Super Cars aus den 1990er Jahren mit etwas Pitstop aus den 1980er Jahren würzen und schon kommt ein nettes kleines Rennspiel wie das von Jussi Lind heraus. Spieler brauchen dabei allerdings recht geschickte Finger.
In Dust Racing 2D steuert der Spieler aus der Vogelperspektive einen kleinen rosafarbenen Rennwagen über einen Rundkurs. In mehreren Rennen tritt man gegen ein Feld aus insgesamt elf Computergegner an. Schafft man es dabei mindestens auf den sechsten Platz, schaltet das Spiel eine weitere von derzeit insgesamt sechs Rennstrecken frei. Die Steuerung ist dabei erfreulich einfach: Über die Pfeiltasten gibt man Gas und lenkt, die Leertaste zieht die Handbremse an.

In Dust Racing 2D muss man sich mit dem rosafarbenen Wagen von hinten durch das Feld nach vorne kämpfen.
Abnutzungserscheinungen
Sobald man von der Strecke abkommt, verlangsamt sich nicht nur die Fahrt, die Reifen nutzen sich auch schneller ab. Den aktuellen Verschleiß visualisiert eine Zeichnung am rechten unteren Bildschirmrand: Je dunkler sich dort die Reifensymbole verfärben, desto kritischer ist die Lage. Bei zu hoher Belastung platzen irgendwann die Reifen, womit wiederum das Rennen umgehend endet.
In den Spieleinstellungen darf man die Rundenzahl der Rennen vorgeben. Darüber hinaus kann der Spieler dort auch auf einen von drei weiteren Spielmodi umschalten: Beim Time Trial fährt man einfach einsam um möglichst kurze Rundenzeiten. Beim Duel tritt man hingegen im Split-Screen-Modus gegen einen menschlichen Mitspieler an. Das Two Player Race setzt schließlich den beiden Kontrahenten auch noch das restliche, vom Computer gesteuerte Fahrerfeld vor die Nase.
Rennstart
Wer alle sechs Strecken auswendig kennt, darf mit dem beiliegenden Level-Editor eigene Strecken bauen. Obwohl Dust Racing 2D nur eine zweidimensionale Landschaft bietet und auf Qt 4 basiert, erfolgt die eigentliche Grafikausgabe über OpenGL. Spieler benötigen folglich eine Grafikkarte mit aktivierter 3D-Beschleunigung. Für ein realistisches Fahrverhalten sorgt übrigens eine eigens für das Spiel entwickelte Physik-Engine.
Ubuntu-Nutzer können Dust Racing 2D bequem aus einem PPA installieren [3]. Alle anderen finden das Spiel auf Sourceforge [2]. Von dort lädt man sich das zur eigenen Distribution passende Archiv herunter und entpackt es auf der Festplatte. Auf Distributionen, die kein KDE nutzen, muss man noch über den Paketmanager Qt 4 einspielen. Anschließend startet man das Spiel via ./dustrac-game. Im Spiel wählt man einfach mit der Eingabetaste den Menüpunkt Play und bestätigt dann ebenfalls mit der Eingabetaste die Rennstrecke. Kleiner Tipp: Zurück fährt der Wagen, wenn man die Leertaste etwas länger gedrückt hält.
Fazit
Jussi Lind fängt mit seinem Spiel das alte Super-Cars-Spielgefühl ziemlich gut ein. Die Rennen haben ein hohes Tempo, die Bedienung ist schnell erlernt und die Grafik recht knuffig. Die Steuerung spricht allerdings recht schnell an und ist daher etwas gewöhnungsbedürftig. Um elegant durch die Kurven driften zu können, bricht der eigene Wagen absichtlich leicht mit dem Heck aus. Dadurch fällt es Einsteigern allerdings auch schwerer, ihn unter Kontrolle zu halten. Hat man jedoch erst einmal heraus, wie man die Kurven richtig schneidet, machen die Rennen viel Spaß. Der Name des Spiels ist übrigens etwas irreführend: Besonders viel Staub wirbeln die kleinen Boliden zumindest in der aktuellen Version nicht auf.
Dust Racing 2D
| Bezugsquelle: | http://dustrac.sourceforge.net/ |
| Entwickler: | Jussi Lind |
| Lizenz: | GNU GPLv3 |
| Preis: | Kostenlos |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
http://dustrac.sourceforge.net/
[2] Download:
http://sourceforge.net/projects/dustrac/files/linux/
[3] PPA für Dust Racing 2D:
https://launchpad.net/~jussi-lind/+archive/ppa
[4] Wikipedia-Artikel zu Super Cars:
http://en.wikipedia.org/wiki/Super_Cars









