Mal einfach in der Mittagspause ein paar fiese Monster verkloppen? Kein Problem mit dem kleinen Action-Rollenspiel der Lamina Studios. Das liefert mit seinen zufällig generierten Leveln zudem unendlichen Spielspaß.
Das Spiel Dungeon Souls hält sich gar nicht erst lange mit einer Hintergrundgeschichte auf. Stattdessen wählt der Spieler umgehend einen von mehreren Helden. Jeder von ihnen besitzt unterschiedliche Fähigkeiten und Spezialangriffe. So kann etwa der Bogenschütze mehrere Pfeile gleichzeitig verschießen. Zu Beginn stehen drei Helden zur Auswahl, bis zu sieben weitere schaltet man im Laufe des Spiels frei.

Zu Beginn wählt man einen Helden aus. Der Barbarian ist beispielsweise mit seiner Axt ein guter Nahkämpfer.
Hau-drauf
Sobald man sich für einen starken Typen entschieden hat, setzt ihn das Spiel umgehend in einen mit Fallen und Monstern bis an den Rand gefüllten Kerker. Dort muss der Held mehrere, auf den Boden aufgemalte Pentagramme finden. Sobald er über eine der Zeichnungen läuft, aktiviert es sich nicht nur, es erscheint auch standesgemäß eine Horde Monster. Konnte man auf die Weise eine vorgegebene Anzahl Pentagramme aktivieren, öffnet sich ein größeres Portal, über das der Held in einen neuen Kerker gelangt. Dort beginnt das Spiel dann mit stärkeren Gegnern von vorne. In regelmäßigen Abständen wartet zudem ein besonders dicker Gegner auf den Helden. Jedes Verlies erzeugt das Spiel nach dem Zufallsprinzip, so dass sich jede neue Partie anders spielt.
In den Kerkern stehen zahlreiche Gegenstände herum, die der Held zerschlagen kann. In einigen Fällen erhält er dabei Goldmünzen, die auch immer wieder erlegte Monster hinterlassen. Mit genügend Gold in der Tasche kann man bei einem Händler nützliche Gegenstände und Zauber kaufen. So läuft der Held etwa mit den Speed Boots etwas flotter durch das Gemäuer.
Level-up
Je mehr Kämpfe der Held absolviert, desto mehr Erfahrungspunkte gewinnt er. Hat er genügend Erfahrungspunkte gesammelt, kann der Spieler eine von mehreren Fähigkeiten des Helden verbessern und ihn so etwa zu einem stärkeren Angreifer machen. Trifft ein Gegner oder eine fiese Falle den Helden, büßt er einige Gesundheitspunkte ein. Die regeneriert er über grüne Heiltränke, die er ebenfalls in den Verliesen findet. Wer nicht alleine kämpfen mag, kann die Monster auch gemeinsam mit einem Freund im Split-Screen-Modus verkloppen.

Konnte man das Portal öffnen, sollte man möglichst schnell durch dieses verschwinden – andernfalls bekommt man die Härte des erscheinenden Redemeer zu spüren.
Entwickler Lamina Studios verkauft sein kleines Rollenspiel derzeit für knapp 13 Euro auf Steam [2], im Humble Store [3] und auf Gog.com [4]. Im Online-Shop Itch.io findet sich nur ein Link auf Steam [5]. Wer im Humble Store oder bei Gog.com einkauft, erhält eine kopierschutzfreie Version. Auf Steam steht wiederum für rund 15 Euro noch eine „Deluxe Edition“ zum Kauf, die neben Dungeon Souls auch dessen Soundtrack enthält. Derzeit laufen zudem noch einige Rabattaktionen. So darf man für Dungeon Souls im Rahmen des Humble Very Positive Bundle zahlen, was man möchte [6]. Auf Gog.com kostete Dungeon Souls zudem zum Redaktionsschluss nur 6,60 Euro. In jedem Fall liegt das Spiel nur als 32-Bit-Version vor.

Die Truhe lässt sich erst mit einem passenden Schlüssel öffnen, den man erst einmal finden muss. Die kleinen roten Kreise auf der Erde kennzeichnen Fallen, die man auch gezielt gegen Gegner verwenden kann.
Fazit
Dungeon Souls gehört zur Kategorie der sogenannten Rougelike-Rollenspiele: In per Zufall generierten Landschaften bekämpft man alles, was sich bewegt und sammelt eifrig alle gefundenen Gegenstände ein. Dungeon Souls erfindet dabei das Rad nicht neu, pfiffige, eigenständige Ideen fehlen. Besonders viel Spieltiefe darf man folglich nicht erwarten. Einsteiger sollten zudem aufgrund der etwas fummeligen Steuerung zunächst den leichtesten Schwierigkeitsgrad wählen.

Hin und wieder muss man gegen solche dicken Gegner antreten, die einige Hiebe einstecken können und nur mit einer guten Strategie zu erledigen sind.
Die Pixelgrafik ist zwar nett gezeichnet, die einzelnen Objekte und Monster wiederholen sich aber ziemlich schnell. Darüber hinaus bestehen die Verliese aus den immer gleichen Bauteilen. Der verlangte Preis von 13 Euro wirkt daher für das kleine, wenn auch solide Spielchen etwas happig – insbesondere da man Konkurrenten wie Hammerwatch [7] oder Hack, Slash and Loot [8] billiger bekommt. Wer kleine, actionreiche Rouglike-Rollenspiele mag, sollte sich daher Dungeon Souls bei einer Sonderaktion schnappen.
Dungeon Souls
| Bezugsquelle: | http://www.laminastudios.com/dungeonsouls.php |
| Entwickler: | Lamina Studios |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 12,99 Euro (Steam / Humble Store / Gog.com) |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution, Prozessor ab 2,9 GHz, mindestens 2 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte mit 256 MByte Speicher oder mehr |
Infos
[1] Projekt-Homepage:
http://www.laminastudios.com/dungeonsouls.php
[2] Steam:
http://store.steampowered.com/app/383230/Dungeon_Souls/
[3] Humble Store:
https://www.humblebundle.com/store/dungeon-souls
[4] Gog.com:
https://www.gog.com/game/dungeon_souls
[5] Itch.io:
https://mwaayk.itch.io/dungeon-souls
[6] Humble Very Positive Bundle 2:
https://www.humblebundle.com/very-positive-bundle-2
[7] Das Spiel zum Wochenende: Hammerwatch, Tim Schürmann: „Vergnügliches Verkloppen“, LinuxCommunity, 17.08.2013:
https://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Das-Spiel-zum-Wochenende-Hammerwatch
[8] Das Spiel zum Wochenende: Hack, Slash, Loot, Tim Schürmann: „Draufhauen, ausrauben und sterben“, LinuxCommunity, 25.01.2014:
https://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Das-Spiel-zum-Wochenende-Hack-Slash-Loot







