Das Spiel zum Wochenende: Diver Down

Das Spiel zum Wochenende: Diver Down

Mit dem Kopf durch die Wand

Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, durch Wände gehen zu können? In einem Puzzle-Plattformer vom brasilianischen Entwickler Delta Key gelingt das zumindest bei schmalen Mauern.

Im Spiel Diver Down blickt der Spieler von der Seite in ein kleines unterirdisches Höhlensystem. In ihm steht in einer Ecke ein namenloser Held, den man über die Tastatur durch die Umgebung scheucht. Ziel ist ein Ausgang, der sich allerdings meist in einem anderen oder weit entfernten Hohlraum befindet. Glücklicherweise kann der Protagonist buchstäblich durch Wände gehen.

Um durch die Wand zu gehen, platziert man den Helden direkt davor, bis sich der kleine Pfeil grün färbt. Anschließend …

Wand-erung

Mit einem Tastendruck springt der Held einen Schritt in die Wand, mit einem weiteren tritt er auf der anderen Seite heraus. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Mauer entsprechend dünn ist. Bei dickeren Wänden kann er lediglich auf der Eintrittsseite wieder heraustreten. Der Protagonist wandert nicht nur durch senkrechte Mauern, sondern auf Wunsch auch durch Böden und Decken – wieder vorausgesetzt sie sind nicht zu dick.

… lässt ihn die Taste [X] in der Wand verschwinden. Mit einem weiteren Druck auf [X] würde der Held wieder austreten.

Der Held ist ziemlich lichtscheu, was in Höhlen mit aufgehängten Lampen zu einem recht fundamentalen Problem wird. Sobald er einen Lichtschein berührt, setzt ihn das Spiel umgehend wieder zurück an den Anfang. Lediglich versteckt in einer Wand, in einem Boden oder einer Decke kann ihm das Licht nichts anhaben.

Um den Ausgang zu erreichen, muss man sich zwangsweise durch den Boden und die Decke mogeln.

Darin versteckt

Diver Down entstand im Rahmen des zweiten Godot Wild Jams [3]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer innerhalb von zehn Tagen mit der Entwicklungsumgebung Godot ein Spiel zum Thema „Hidden Within“ erstellen. Entwickler Delta Key hat seinen Beitrag nach dem Ende des Wettbewerbs noch einmal überarbeitet und stellt das Ergebnis auf Itch.io [1] zum Download bereit. Dort darf man wahlweise Diver Down kostenlos online im Browser spielen oder in einer Linux-Version herunterladen. Im letzten Fall kann man den Entwickler mit einem frei wählbaren Betrag unterstützen.

Die rechte Lampe fährt ständig hin und her. In den Wänden ist man vor dem Licht jedoch geschützt.

Wer das Spiel erst einmal ausprobieren möchte, klickt auf Download Now und dann den Link No thanks, just take me to the downloads. Nutzer eines 64-Bit-Systems wählen Download neben dem Archiv diver_down-linux64.tar.xz, Besitzer eines 32-Bit-Systems nutzen hingegen die Download-Schaltfläche neben diver_down-linux32.tar.xz. Wer die ursprüngliche Fassung für den Wettbewerb ausprobieren möchte, wählt im unteren Bereich die entsprechende Datei mit jam_version im Namen. Der Quellcode steht unter der Apache License 2.0 und lässt sich auf GitHub einsehen [2].

Der kleine weiße Fortschrittsbalken über den Lampen zeigt an, wann sie wieder aus- beziehungsweise an gehen.

Fazit

Wie der Entwickler selbst zugibt, ist die Spielidee zwar nicht ganz neu, aber dennoch recht unverbraucht. Um zum Ausgang zu gelangen, muss man schon nach kurzer Zeit seine kleinen grauen Zellen glühen lassen und dabei alle Aktionsmöglichkeiten des Helden einbeziehen. Auch wenn nur die Lampen als eigentliche Hindernisse auftauchen, sorgt das intelligente Level-Design für Abwechslung. Daher bleibt zu hoffen, dass der Entwickler sein Spiel noch einmal etwas ausbaut und zumindest die gerade einmal 20 Level um weitere ergänzt.

Diver Down

Bezugsquelle: https://delta-key.itch.io/diver-down
Entwickler: Delta Key
Lizenz: Kommerziell / Apache License 2.0
Preis: Beliebig
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution

Infos

  1. [1] Projekt-Homepage: https://delta-key.itch.io/diver-down
  2. [2] Quellcode auf GitHub: https://github.com/Keyband/diver-down/tree/master
  3. [3] Godot Wild Jam #2: https://itch.io/jam/godot-wild-jam-2
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