Vor einer stöhnenden Horde Zombies sollte man möglichst schnell flüchten. Wenn man allerdings gerade im Keller eines alten, mit Gerümpel vollgestopften Funkturms steht, erfordert das ziemlich viel Gehirnschmalz.
Mit Zombies ist nicht zu spaßen. Erst recht nicht, wenn sie als großer Mob auftreten und man von ihnen gejagd wird. Immerhin hat man es gerade noch rechtzeitig in den großen, alten Funkturm geschafft. Dort steht man jetzt etwas ratlos im stockdunklen Untergeschoss. Der einzig verfügbare Fluchtweg führt über eine Luke in der Decke weiter nach oben.

Zwar kann man am Seil die Klappe öffnen, sobald man es aber wieder loslässt, schließt sich die Luke wieder.
Seilschaften
Die Luke lässt sich zwar über ein Seil öffnen, sobald man dieses jedoch wieder loslässt, schließt sich auch die Falltür. Um sie offen zu halten, müsste man folglich irgendetwas Schweres an das Seil binden. Vielleicht hilft dabei der Eimer, der in einer Ecke steht. Dummerweise hat genau der ein Loch.

Aus den hier verfügbaren Materialien muss man sich irgendwie eine Leiter zum nächsten Stockwerk basteln.
Im Adventure „Dead Ascend“ versucht der Spieler möglichst weit im alten Funkturm nach oben zu steigen und sich so vor den Zombies zu retten. Die die jeweils nächste Etage lässt sich dabei nie auf direktem Weg erreichen: Im Keller versperrt besagte Luke den Weg, im nächsten Stockwerk fehlt schlicht die komplette Treppe. Um eine weitere Etage nach oben zu gelangen, muss der Spieler mitunter zahlreiche Puzzle lösen.

Alle aufgesammelten Gegenstände zeigt das Spiel nach einem Klick auf den Rucksack in der Leiste am unteren Rand.
Suchzwang
Dabei helfen die vielen Gegenstände, die auf den jeweiligen Etagen herumliegen. Ähnlich wie in einem Wimmelbildspiel gilt es zunächst alle nützlichen Objekte zu entdecken und per Mausklick einzusammeln. Die Gegenstände landen dabei in einer Leiste am unteren Rand. Von dort zieht man sie einfach per Drag-and-Drop auf einen anderen Gegenstand. So entsteht etwa sukzessive aus kleinen Stöcken eine Leiter, mit der man wiederum zum nächsten Geschoss hochklettern kann.

Beim Betreten eines Raums markiert das Spiel die möglichen Ausgänge. Weitere Hilfen bekommt man jedoch nicht.
Der dänische Entwickler Black Grain Games bietet sein kleines Adventure auf Itch.io zu einem frei wählbaren Kaufpreis an [1]. Wer mag, kann das Spiel auch komplett kostenlos herunterladen. Dazu klickt man auf Download Now, dann den Link No thanks, just take me to the downloads und schließlich auf Download neben dem Pinguin-Symbol. Dead Ascend steht für Linux ausschließlich als AppImage für 64-Bit-Systeme bereit. Um das Spiel starten zu können, muss die eigene Distribution folglich dieses Paketformat unterstützen. Sofern dies der Fall ist, macht man die heruntergeladene Datei mit der Endung .appimage einfach ausführbar und startet sie. Die Bedienung erfolgt vollständig mit der Maus, den Spielstand merkt sich das Adventure selbstständig. Der Quellcode steht auf GitHub bereit [3].
Fazit
Dead Ascend ist ein nettes kleines Adventure. Die handgezeichnete Grafik wirkt teilweise etwas naiv, besitzt aber Charme. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel steigt langsam an, wobei Adventure-Profis die Puzzles schnell gelöst haben dürften. Auf der Suche nach nützlichen Objekten erinnert Dead Ascend zudem ein wenig an ein Wimmelbildspiel. Die simple Geschichte wirkt schnell ausgedacht und ein klein wenig aufgesetzt. Nichtsdestotrotz macht der Aufstieg im Turm Spaß und überbrückt unterhaltsam einen kalten Winterabend.
Dead Ascend
| Bezugsquelle: | https://blackgrain.itch.io/dead-ascend |
| Entwickler: | Black Grain Games |
| Lizenz: | MIT License |
| Preis: | Beliebig |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: https://blackgrain.itch.io/dead-ascend
- [2] Black Grain Games: https://blackgrain.dk/games/
- [3] Quellcode: https://github.com/Larpon/DeadAscend






