Das Deck ist frisch gebohnert, die Crew auf Landgang, da nahen plötzlich nicht nur dunkle Wolken, sondern auch ein angriffslustiges Piratenschiff. Notgedrungen nimmt der Kapitän die Verteidigung selbst in die Hand und rutscht gekonnt zur Kanone.
In Capt’n Slippy steuert der Spieler einen kleinen namenlosen Kapitän über das äußerst rutschige Deck seines Segelschiffs. Auf der See nähert sich bereits ein Piratenschiff, das wenige Sekunden später das Feuer eröffnet. Wehren kann sich der Kapitän nur mit einer einzigen Kanone, die zudem auch erst noch geladen werden möchte.

Während das Piratenschiff in Sichtweite gerät, schnappt man sich ein Fass Schwarzpulver und stopft es in die Kanone.
Zitterpartie
Dazu schlittert der Kapitän zum Schwarzpulver, greift sich ein entsprechendes Fässchen, rutscht zur Kanone und entleert das Fass dort. Danach wuchtet er nach dem gleichen Prinzip eine schwere Kugel in die Kanone. Mit einer Fackel vom Hauptmast entzündet er schließlich noch die Lunte. Als Hinderlich erweist sich dabei nicht nur der glatte Boden. Die Fortbewegung an Deck beeinträchtigen auch zahlreiche umher rutschende Kisten und Fässer, an denen der Kapitän immer wieder hängenbleibt.
Konnte man die Kanone korrekt laden und anzünden, muss man sie mit einem Fadenkreuz auf das Piratenschiff ausrichten. Durch den glatten Boden hat der Kapitän allerdings keinen Halt und zittert beim Anvisieren. Zeigt die Kanone auf den Gegner, wenn die Zündschnur abgebrannt ist, schlägt die Kugel ein Loch in seine Bordwand. Das Piratenschiff ist allerdings erst nach ein paar erfolgreichen Treffern vollständig versenkt.
Schnell umsonst
Während dieser Zeit sehen die Piraten selbstverständlich nicht tatenlos zu, sondern beschießen ihrerseits munter das Segelschiff. Mit etwas Glück saust die gegnerische Kanonenkugel vorbei, andernfalls ziert ein dickes Loch das glatte Deck. Da das eigene Schiff nur fünf Treffer aushält, sollte man die Piraten möglichst schnell versenken.
Capt’n Slippy entstand im Rahmen des Ludum Dare 49 [2]. Bei diesem Wettbewerb mussten die Teilnehmer in nur vier Tagen ein komplettes Spiel zum Thema „Instabil“ (Unstable) entwickeln. Das kleine Team rund um den Programmierer mit dem Pseudonym Emrod stellen ihren Beitrag kostenlos auf Itch.io zum Download bereit [1]. Dort kann man auch direkt im Browser über das Deck schlittern.

Die Sprechblase über der Kanone zeigt an, welches Objekt man als nächstes benötigt – in diesem Fall eine Kanonenkugel.
Fazit
Capt’n Slippy ist ein recht simples, aber äußerst witziges Geschicklichkeitsspiel. Den Kapitän unter Kontrolle zu halten ist gar nicht so einfach. Hat man jedoch erst einmal den Dreh raus und weiß, wo die benötigten Gegenstände liegen, lassen sich die Piraten recht schnell versenken. Wie viel Zeit einem dazu bleibt, hängt vom Glück der Piraten und somit maßgeblich dem Zufall ab. Capt’n Slippy kann daher nicht dauerhaft motivieren, bietet aber eine kurzweilige Ablenkung in der Mittagspause.
| Bezugsquelle: | https://emrodk120.itch.io/captn-slippy |
| Entwickler: | Emrod |
| Lizenz: | Eigene (Closed Source) |
| Preis: | Kostenlos |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: https://emrodk120.itch.io/captn-slippy
- [2] Ludum Dare 49: https://ldjam.com/events/ludum-dare/49








