Übernehmen Sie den kurzweiligen Job des Sensenmanns. Das ist wirklich ein extrem einfacher Bürojob. Genau daran lässt jedoch das Spiel von Placeholder Gameworks durchaus zweifeln.
In Death and Taxes treffen Sie Herrn Schicksal. Das ist ein sympathischer und sehr adrett gekleideter Katzenbesitzer, der Sie kurzerhand als neuen Sensenmann engagiert. Als solcher entscheiden Sie hinter einem schicken Schreibtisch über Leben und Tod der Einwohner von Cosmopolis City. Jede Ihrer Entscheidungen hat zwar einige kleine Nebenwirkungen, aber das bekommen Sie sicherlich in den Griff.

Gespräche mit Herrn Fate treiben nicht nur die Hintergrundgeschichte voran, man erhält auch wertvolle Hinweise auf seine Aufgaben.
Abgehakt
Zu Beginn eines Arbeitstages landen auf dem Schreibtisch mehrere Lebensläufe. Mit einem Stift entscheidet der Spieler, ob die betreffende Person leben darf oder sterben muss. Die Führungsetage stellt dem Spieler dabei immer wieder kleinere Aufgaben. Beispielsweise gilt es, im Laufe des Arbeitstags mindestens zwei Personen für den Tod zu markieren.

Gleich am ersten Arbeitstag muss mindestens eine Person sterben. Soll es die Astrophysikerin sein, die zerstörerische Asteroiden beobachtet …
Jede Entscheidung hat allerdings auch Konsequenzen, die zum einen das Leben in der Stadt beeinflussen, zum anderen aber auch die eigene Arbeit. Mit den falschen Entscheidungen kann die komplette Welt untergehen. Auf der anderen Seite locken lukrative Aufstiegsmöglichkeiten in der Firma bis in die mittlere Führungsebene.
Für diese verantwortungsvolle Arbeit erhält man ein kleines Gehalt. Von ihm lassen sich bei „Mortimers Plunder-Emporium“ diverse Gegenstände kaufen, die den Schreibtisch verschönern oder für ein ansprechenderes Äußeres sorgen. Wie wäre es beispielsweise mit einer klassischen schwarzen Kutte oder einer roten Fliege?
Gesprächige Kosten
Am Ende eines Arbeitstages fährt man im Bürogebäude nach oben zum Boss und bespricht die derzeitige Lage in Form von Multiple-Choice-Gesprächen. Abhängig von den Antworten verändert sich die Stimmung, der Ausgang des Gesprächs und die weitere Entwicklung der Hintergrundgeschichte.

Im Keller des Bürogebäudes lassen sich interessante Gegenstände erwerben, die nicht immer nur dekorative Zwecke bieten.
Death and Taxes bietet Entwickler Placeholder Games für knapp 13 US-Dollar auf Itch.io [2] und für 12 Euro auf Steam [3] an. Käufer bei Itch.io erhalten eine kopierschutzfreie Fassung. Probespielen lässt sich Deatch and Taxes mit einer Demo-Version, die auf beiden Online-Plattformen erhältlich ist. Derzeit läuft zudem eine Rabattaktion, bei der man das Spiel um 40 Prozent günstiger bekommt.

Mit dem Fahrstuhl erreicht man bequem alle Einrichtungen der Firma, darunter auch den eigenen Arbeitsplatz und wie hier das Büro des Schicksals.
Fazit
Death and Taxes verlangt vom Spieler eigentlich nur ein Kreuzchen. Die jeweilige Entscheidung ist allerdings gar nicht so einfach: Soll man eine alleinerziehende Mutter sterben lassen? Und was ist mit der auf Pump lebenden Rockmusikerin? Jede Entscheidung hat zudem mitunter drastische Konsequenzen. Auf diese Weise regt Death and Taxes zum Nachdenken an, verbreitet durch den makaberen Humor aber keine depressive Stimmung. Die Hintergrundgeschichte kommt allerdings nur langsam in Gang und fesselt damit nicht so stark an den Bildschirm wie etwa das ähnlich funktionierende Reigns [4]. Anhand der Demo-Version kann man jedoch schnell selbst entscheiden, ob man das Spiel leben lässt oder doch eher ins Nirwana schickt.
| Bezugsquelle: | http://deathandtaxesgame.com/ |
| Entwickler: | Placeholder Gameworks |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 12,99 US-Dollar (Itch.io) / 11,99 Euro (Steam) |
| Voraussetzungen: | Prozessor der Klasse Intel Core i3 oder besser, mindestens 2 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte mit mindestens 512 MByte |
Infos
- [1] Projekt-Homepage: http://deathandtaxesgame.com/
- [2] Itch.io: https://placeholdergameworks.itch.io/death-and-taxes
- [3] Steam: https://store.steampowered.com/app/1166290/Death_and_Taxes/
- [4] Das Spiel zum Wochenende: Reigns, Tim Schürmann: „Einmal ein König“, LinuxCommunity, 17.06.2020: https://www.linux-community.de/nachrichten/einmal-ein-koenig/







