Ausblick auf Neuerungen in Debian 6.0 “Squeeze”

Ausblick auf Neuerungen in Debian 6.0 “Squeeze”

Kleine Vorschau

Das Debian-Projekt hat eine Reihe von geplanten Neuerungen für Debian 6.0 bekanntgegeben. Einige Ergebnisse des zurzeit laufenden Google Summer of Code fließen ein.

Das nächste Debian hält beispielsweise KfreeBSD als Option für den Betriebssystemkern vor und unterstützt damit die erste Nicht-Linux-Architektur. Die Debian Almquist Shell (Dash) wird zur neuen Standard-Shell, die unter anderem für zügigeres Booten sorgen soll. Debian Squeeze bringt zudem uneingeschränkte Unterstützung für IPv6 mit, und es soll zeitsparende, da automatisch erstellte Debug-Pakete geben. Weitere Ziele sind, Software-Leichen in Form veralteter Bibliotheken zu vermeiden und eine höhere Paketqualität zu erreichen – letzteres etwa dadurch, dass Pakete, die grundlegende Checks nicht bestehen, automatisch zurückgewiesen werden. Näheres ist in der Announce-Mail nachzulesen.

Einige der neuen Projekte entstammen dem diesjährigen Google Summer of Code, in dem gleich neun Debian-Features entwickelt oder weiterentwickelt werden. Zum Beispiel nimmt sich hier ein Debianer der automatischen Debug-Pakete an. Auch die Integration der KfreeBSD-Option in den Debian-Installer war ein SoC-Projekt. Debian 6.0 “Squeeze” kommt wahrscheinlich im ersten Halbjahr 2010 heraus. Der Feature-Freeze sollte nach der neuen Release-Policy eigentlich schon im Dezember sein. Das Release-Team will sich die Sache nach Protesten aus der Entwickler-Community jedoch lieber Ende August noch einmal anschauen und dann Anfang September über die nächste Eiszeit entscheiden.

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