Der auf dem Gstreamer-Framework basierende nichtlineare Videoeditor Pitivi bringt in seiner neuen Version eine ganze Reihe Änderungen mit. Optisch nähert sich der Editor dadurch den in dieser Kategorie üblichen Standards an.
Der nicht-lineare Videoeditor Pitivi basiert auf dem Gstreamer Framework und bringt in der neuen, noch instabilen Version 0.13.1 zahlreiche Änderungen mit, die sich vor allem im visuellen Bereich niederschlagen, aber den Editor auch an die üblichen Standards in dieser Kategorie annähern. Das Release trägt den Namen “L’Aquila Immota Manet” und soll an die Erdbebenopfer im italienischen L’Aquila erinnern.
Zu den Neuerungen an Pitivi 0.13.1 gehört unter anderem ein komplett neu geschriebener Programmkern. Die Timeline verfügt nun – wie bei Videoschnittprogrammen üblich – über mehrere Ebenen, die das Interface der Software untereinander anzeigt. Bearbeitetes Filmmaterial visualisiert Pitivi in Form von Vorschaubildern, Wellenformen repräsentieren die dazugehörigen Audiospuren. Mit an Bord der Software sind zudem neuartige Schnittfunktionen, um einfach Schnipsel aus einer Videosequenz zu extrahieren. Nicht zuletzt gibt es ein neues Standardformat für die Projektdateien.
Wer aufwendige Überblendeffekte und ein hohes Maß an Stabilität erwartet, sollte Pitivi besser nicht einsetzen. Menschen mit einem Hang zu Experimenten und schnörkellosen Schnitten können einen Blick auf Pitivi riskieren, wobei das Projekt den Einsatz der neuesten Gstreamer-Bibliotheken und -Plugins anrät. Der Sourcecode steht hier zum Download bereit. Anwender von Ubuntu 9.04 können die Software zudem über PPA-Pakete installieren. Dazu müssen sie aber vor dem Start über “mkdir -p $HOME/.local/share” ein lokales Verzeichnis anlegen.






