Microsoft und die spanische Regierung planen ohne Ausschreibung, sämtliche Schulen mit Touch-Screen-Laptops zu versorgen. Auf denen läuft vermutlich Windows und die Kommunen würden das Programm finanzieren.
Nicht zum ersten Mal verteidigt Microsoft seinen Marktanteil mit undurchsichtigen Taktiken. Neuerdings hat der Redmonder Konzern entdeckt, dass Erziehung (ein Bereich, in dem er über keine nennenswerte Software verfügt) eine strategische Bedeutung für das eigene Geschäft besitzt und wirft Ressourcen auf den Bereich – allerdings nur dort, wo Linux im Einsatz ist. In Katalonien hatte die Taktik bereits Erfolg, nun soll der Rest Spaniens partizipieren.
Laut einer Pressemitteilung von HispaLinux, Spaniens nationaler Linux-Organisation, plant die Regierung unter Jose Luis Rodriguez Zapatero, alle Kinder in staatlichen Schulen mit einem Computer mit Touch Screen zu versorgen, der voraussichtlich mit Windows läuft. Obwohl der Plan die Budgets der autonomen Regionen Spaniens – und letztlich den Steuerzahler – enorm belasten würde, fließt kein Cent des Geldes zurück nach Spanien. Das spanische Erziehungsministerium hat keinen alternativen Anbieter berücksichtigt, es gab keine öffentliche Ausschreibung und weder die Medien noch andere Anbieter wurden über das Pilotprogramm informiert, bis es vorbei war.
Bekommt der Plan grünes Licht, wirkt er sich zugleich negativ auf die Kommunen Andalucía, Castilla-La Mancha, Extremadura, Valencia sowie weitere autonome Regionen aus, die bereits eine Linux-basierte IT-Infrastruktur in ihrem Schulsystem einsetzen, die schon bezahlt ist, funktioniert und zugleich Geld einspart.






Naja, wer spontan, vermutlich um den Papst zu ärgern, eine Million Kondome nach Afrikat schickt, um damit sein Gewissen bzgl. AIDS-Eindämmung in Afrika freizukaufen, der lässt sich auch Microsoftteile für die eigenen Kinder andrehen.
Ist ja alles kurzfristig saugünstig, oder?
Sozialistendeppen halt.
Was sagt denn unsere EU in Brüssel dazu?
Sind da nicht europaweite, öffentliche Ausschreibungen vorgeschrieben?
Hat Spanien kein Parlament mehr?
Entscheidet Jose Luis Rodriguez Zapatero allein,
und was erhält er dafür von Microsoft??
Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch für die öffentliche Hand in Spanien entsprechende Grenzbeträge gelten, ab denen EU weit ausgeschrieben werden muss.
Allerdings könnte man sich ja gedacht haben, dass es vielleicht niemand merkt oder keiner dagegen Einspruch erheben würde.
Soll schon vorgekommen sein, dass sich keiner der übergangenen Mitbewerber offiziell beschwert hat.