In die neue Version 0.9.15 des Sound Servers PulseAudio flossen zahlreiche Neuerungen ein. Die Entwickler arbeiten fieberhaft daran, den Server nahtlos in Linux zu integrieren.
Rund 1,7 Millionen Dollar ist das Projekt laut Ohloh wert, 26 Entwickler tragen Code bei und doch muss sich PulseAudio seinen guten Ruf noch erarbeiten. Vor allem die verfrühte Integration in OpenSuse 11, Ubuntu 8.04 und Fedora 8 brachte der Software negative Schlagzeilen. Dabei hat PulseAudio unter anderem den Vorteil, dass man die Lautstärke von Anwendungen individuell regeln kann.
Die Entwickler werkeln daher fieberhaft an einer besseren Integration des Sound Servers und haben die aktuelle Version 0.9.15 um neue Features bereichert und Fehler entfernt. Zeitgleich erscheint auch eine neue Version der PulsAudio Volume Control (Pavucontrol 0.9.8), einer grafischen Oberfläche zum Regeln der Audio-Einstellungen.
Die neue Version erkennt Bluetooth-Geräte besser (etwa Headsets). Allerdings funktioniere der Support noch nicht out-of-the-box, da der Kernel noch nachziehen müsse. PulseAudio unterstützt zudem neuerdings Flat Volumes, die sich das Projekt von Vista abgeschaut hat. Der Server passt die Lautstärkeregler der Geräte dynamisch an die lauteste Anwendung an. Allerdings funktioniert diese Regel nur für Geräte, von denen die Software den Multiplikationsfaktor des Lautstärkereglers der Hardware kennt.
Die Aufnahme- und Ausgabemodi für Geräte (“Analog Stereo”, “Digital S/PDIF Stereo” usw.) lassen sich nun on-the-fly ändern, ohne dass der Anwender den Server neu starten oder konfigurieren muss. Später soll es auch möglich werden, schnell zwischen verschiedenen Eingabe- und Ausgabegeräten zu wechseln.
Nicht zuletzt unterstützt PulseAudio nun 24-Bit-Samples, ohne diese erst in 32-Bit zu konvertieren. Zudem gibt es nun einen nativen Support für die für iTunes entwickelten Airport-Express-Geräte. Dadurch kann man dank PulseAudio die Sound-Ausgabe an Lautsprecher weiterleiten, die an Airport-Express-Geräten hängen – offenbar auch Digital S/PDIF Stereo.
Weitere Informationen bieten das Changelog die Ankündigung sowie dieser Blogeintrag, der einige der Neuerungen erklärt. Auf der Webseite des Projekts stehen der Quellcode von PulseAudio 0.9.15 [Tar.gz] und von Pavucontrol 0.9.8 [Tar.gz] zum Download bereit.






Im Artikel wird darauf hingewiesen, dass PulseAudio in einige Linux-Distributionen zu früh eingepflegt wurde. Deshalb würde mich nun interessieren, ob es für die genannten Distributionen nun Updates auf die neue PulseAudio Version geben wird, ob man es aus den Sourcen selbst integrieren muss, wenn man die neue Version benutzen möchte oder ob man auf eine neue Version der Distribution warten soll.
Schwer zu sagen. Ich würde erstmal abwarten, ob die Distributionen ihre Pakete aktualisieren. Eventuell gibt es ja bald auch private Repositories, die neue PA-Versionen anbieten. Eigentlich sollte die Webseite solche Details verraten, aber in der “Binaries”-Sektion gibts bisher nur ein Windows-Archiv.
Für OpenSuse hab ich schon mal etwas gefunden: http://de.opensuse.org/PulseAudio
Und im BuildService findet man immerhin schon die Version 0.9.14
http://software.opensuse.org/search?q=pulseaudio
Warum recherchieren Journalisten heutzutage eigentlich nicht mehr, bevor sie einen Artikel verfassen?
Weil es im Artikel um die Neuerungen der Version 0.9.15 geht und nicht darum, wo es Pakete für OpenSuse oder Ubuntu gibt. Das Ganze nennt sich News. Wenn Du einen Hands-on-Artikel willst, suchst Du schlicht an der falschen Stelle, die gibts in den Heften.
und desshalb gehört diese seite seit kurzem denen, die ich regelmäßig besuche. mit hat der Artikel sehr geholfen, ich wusste nie was das Pulse in den Audioeinstellungen ist, jetzt hab ich alles darauf umgestellt und bin voll begeistert, damit ist das kinder leicht, und mir gefällt das ich ein Programm nicht neustarten muss um den Sound vom Notebook auf meine Anlage umzuschalten.
Weiss jemand zufälligerweise, wie genau man da bluetooth einrichtet? Gibt es schon how-tos? Automatisch will er definitiv nicht!