Die nächste Oktober-Version von Ubuntu heißt Karmic Koala und bringt Cloud Computing für den Server und ein neues Design für den Desktop.
Mark Shuttleworth hat den neuen Codenamen am Freitag auf der Ubuntu-Announce-Liste bekanntgegeben. Demnach soll der karmische Koala nicht nur in den Wolken nach geeignetem Futter suchen, sondern auch viel Cloud-Nahrung mitbringen. Mark spielt dabei auf das Eucalyptus-Projekt an, welches auf Open-Source-Basis das Einrichten einer Amazon-EC2-Cloud auch für kleinere Datencenter möglich macht.
Genau so, wie der Koala Bär sich schlafen legt, um Energie zu sparen, soll auch Ubuntu 9.10 auf Servern ressourcenschonender mit der Hardware umgehen und diese in diverse Schlafzustände versetzen können.
Der erste Eindruck zählt
Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, möchte Mark für Ubuntu 9.10 das Design und Artwork komplett neu gestalten. So soll der karmische Koala zum Beispiel einen neuen Bootscreen erhalten und flimmerfrei (also ohne umschalten von verschiedenen Grafikmodi) starten.
Viele Ziele, die sich Mark und die Ubuntu-Community gesteckt haben, zielen auf den Einsatz von Ubuntu auf Netbooks ab. So soll die Distribution sämtliche Netbooks out-of-the-box unterstützen und in 25 Sekunden booten. Die Ubuntu-Netbook-Version soll zudem zahlreiche Features aus dem Moblin-Projekt übernehmen und Mark will die Benutzerfreundlichkeit von Ubuntu 9.10 durch die gesammelten Erfahrungen aus aktuellen Netbook-Versionen von Dell, Toshiba und HP deutlich verbessern.
UDS Ende Mai in Barcelona
Alle, die an der Entwicklung des karmischen Koala teilnehmen möchten, lädt Mark Shuttleworth zum Ubuntu Developer Summit ein, wo man sich selbst ein erstes Bild des Koalas machen kann. Das USD findet vom 25. bis 29. Mai in Barcelona statt.
Die nächste Ubuntu-Version 9.04 mit dem Codenamen Jaunty Jackalope erscheint Ende April, die nächste Long-Term-Support-Version ist für den April 2010 geplant.





