Seagate Free Agent Desk und Go

Aus LinuxUser 01/2009

Seagate Free Agent Desk und Go

© sxc.hu

Plattensammlung

Neigt sich der Speicherplatz einmal mehr dem Ende zu, steht der Erwerb einer neuen Festplatte an. Wir stellen Ihnen je ein Modell für den stationären und mobilen Einsatz vor.

Seagate hat in diesem Herbst die neuesten Modelle der Free-Agent-Reihe vorgestellt. Zu den wichtigsten Änderungen der Free Agent Desk und Free Agent Go getauften Lösungen gehört die Firewire-800-Schnittstelle bei allen Mac-Modellen. Wir haben uns die Mac-Version der Free Agent Desk und die Windows-Variante der Free Agent Go angeschaut.

Schnelles Firewire

Die Mac-Version der 18 cm hohen und knapp vier Zentimeter breiten externen Speicherlösung (Abbildung 1) bringt neben der üblichen USB-2.0-Schnittstelle gleich zwei Firewire-800-Anschlüsse mit (iee1394b). Damit Sie die Platte auch an einem Rechner mit großem Firewire-400-Anschluss (iee1394a) nutzen können, legt Seagate dem Modell ein passendes Adapterkabel bei. Das 1150 Gramm schwere Desk-Modell lässt sich nur stehend nutzen, wozu das Gehäuse einen stabilen und rutschfesten Fuß aufweist. Unser Testgerät mit 1 TByte Speicher kostet im Internet etwa 170 Euro, die Windows-Version kommt mit 140 Euro etwas günstiger. Für das Xtreme-Modell mit eSATA-Schnittstelle müssen Sie in der Terabyte-Variante mit rund 160 Euro rechnen.

Abbildung 1: Die neue Free Agent Desk von Seagate kommt in einem gebürsteten Metallgehäuse.

Abbildung 1: Die neue Free Agent Desk von Seagate kommt in einem gebürsteten Metallgehäuse.

Firewire-800 erlaubt theoretisch Datenraten von bis zu 100 MByte/s. Dass Firewire-800-Platten in der Vergangenheit nicht viel schneller als ihre USB-Pendants arbeiteten, hing in erster Linie an den darin verbauten langsamen IDE-Platten. SATA-Hardware schafft dieses Problem aus der Welt: So erreicht die Free Agent Desk beim Schreiben Maximalwerte von 53 MByte/s, beim Lesen kommt sie sogar auf 75 MByte/s (siehe Tabelle “Geschwindigkeitsvergleich”). Schnellere Transfers erreichen Sie zurzeit nur per eSATA – eine solche Schnittstelle bringt nur das Xtreme-Modell mit. Der Stromverbrauch der Desk-Version liegt bei 11 Watt im laufenden Betrieb und bei 3 Watt im Standby-Modus. Den Stromsparmodus aktiviert die Platte unter Linux allerdings nur, wenn sie nicht an den Rechner angeschlossen ist.

Geschwindigkeitsvergleich

  Firewire 800 USB 2.0
Schreiben zeichenweise 52 MByte/s 29 MByte/s
Schreiben blockweise 53 MByte/s 30 MByte/s
Lesen zeichenweise 62 MByte/s 33 MByte/s
Lesen blockweise 76 MByte/s 34 MByte/s

Über die USB-Schnittstelle bringt es die Seagate-Harddisk immerhin noch auf rund 30 MByte/s beim Schreiben und 34 MByte/s beim Lesen, mehr gibt USB 2.0 nicht her. Die Werte ermittelten wir mittels des Benchmarks Bonnie++ (http://www.coker.com.au/bonnie++/) und eigenen Messungen beim Kopieren von 4,7 GByte großen ISO-Dateien. Bei kleineren Dateien sinkt die Transferrate erfahrungsgemäß stark. Als Dateisystem kam Ext-3 zum Einsatz

Solide 2,5-Zoll

Auch die portable 2,5-Platte bringt in der Mac-Ausführung eine Firewire-800-Schnittstelle mit. Die Platte ist mit dem Apple-Dateisystem HFS+ formatiert und eine weist eine GUID-Partitionstabelle (GPT) auf. Um sie mit einem Linux-Dateisystem zu bestücken, reicht es nicht, die bestehende Partition neu zu formatieren, Sie müssen auch die Partitionstabelle neu schreiben. Dazu verwenden Sie Parted (gegebenenfalls über ein grafisches Frontend) – der Klassiker Fdisk beherrscht den Umgang mit GPT nicht.

Für unsere Tests stand allerdings nur die Windows-Version mit USB 2.0 zur Verfügung (Abbildung 2). Sie liefert Transferwerte von maximal 28 MByte/s beim Schreiben und liest mit guten 33 MByte/s. Seagate bietet zum Go-Modell auch eine optionale Docking Station an, sodass sich auch das kleinere Modell als stationäre Lösung nutzen lässt. Mit 180 Gramm gehört die Free Agent Go zu den Leichtgewichten unter den externen Festplatten, für die nötige Stromzufuhr sorgt eine USB-Kabelpeitsche.

Abbildung 2: Nur 180 Gramm schwer und nicht dicker als ein Kugelschreiber: Die Free Agent Go in Schwarz.

Abbildung 2: Nur 180 Gramm schwer und nicht dicker als ein Kugelschreiber: Die Free Agent Go in Schwarz.

Fazit

Mit den neuen Free-Agent-Modellen erweitert Seagate sein Angebot von externen Festplatten um eine interessante Mac-Serie mit Firewire-800-Schnittstelle. Sie ermöglichen auch im 2,5-Zoll-Format eine sehr schnelle Datenübertragung, die allerdings auch ihren Preis hat: Das 2,5-Zoll-Modell mit 500 GByte Speicher kostet in der Windows-Version nur 180 Euro, für die Mac-Variante mit Firewire 800 gilt es jedoch rund 230 Euro zu berappen. Die vorgestellten Festplatten gibt es auch mit anderen Kapazitäten, Seagate offeriert die Go-Modelle zudem in fünf Farben.

LinuxUser 01/2009 KAUFEN
EINZELNE AUSGABE
ABONNEMENTS
TABLET & SMARTPHONE APPS
E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:

Hinweis: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr, enthaltene Informationen sind möglicherweise veraltet.

0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben