Fotos, Filme und Musik im Netz verwalten und gleichzeitig noch Drucker zentral nutzen – kein Problem: Mit der Icybox NAS-4210-B spendieren Sie Ihrem LAN einen flüsterleisen und stromsparenden Server.
Selbst im Heimnetzwerk fallen Daten an, die am besten auf einem zentralen Server liegen. Mit der schicken NAS IB-NAS4210-B stellen Sie eine Box ins Netz, die viele Protokolle versteht und wenig Konfigurationsaufwand erfordert. Das NAS ersetzt keinen kompletten Server, zeigt sich aber Linux als Client gegenüber äußerst umgänglich.
Lieferumfang
Raidsonic liefert mit dem blanken Gehäuse einen Fuß, ein USB- sowie ein Netzwerkkabel mit. Das Netzteil erwies sich nach dem Auspacken als recht schlank, sodass es in einer Steckerleiste die umliegenden Anschlüsse nicht blockiert. Eine Festplatte gehört nicht zum Lieferumfang, in die Kostenkalkulation wandert also neben der Icybox zusätzlich eine 3,5-Zoll-Platte mit bis zu einem Terabyte Kapazität.
In dem schwarzen Gehäuse arbeitet ein ARM9-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 300 MHz. Für den Anschluss an ein LAN verfügt die Box über einen Gigabit-Ethernet-Port. Darüber hinaus finden sich zwei USB-Schnittstellen am Gehäuse: vorne Typ A, an der Rückseite für Typ-B-Stecker. Stöpseln Sie weitere Massenspeicher ans NAS an, bindet es diese mit ein und stellt sie im Netzwerk bereit.
Nach dem Einbau meldet sich die NAS-Box an einem vorhandenen DHCP-Server an und erhält dann wie alle Clients eine lokale IP-Adresse. Findet sie keinen DHCP-Server im Netz, startet sie einen eigenen und vergibt die Adresse 192.168.1.1 an sich selbst.
Die komplette Konfiguration erfolgt, wie bei vielen anderen Produkten dieser Art, über eine Weboberfläche (Abbildung 1). Ein zusätzliches Tool zum Konfigurieren der NAS-Box liegt nur in einer Windows-Variante bei. Das Webinterface bietet aber alle notwendigen Funktionen an, sodass Linux-Nutzer kein Problem mit dem Gerät haben.

Abbildung 1: Über eine etwas altbacken wirkende Oberfläche steuern Sie die vielfältigen Funktionen des kleinen NAS-Servers.
Netzlaufwerke
Neben dem oft verwendeten Samba-Protokoll spricht die Box noch sechs weitere Protokolle, darunter auch FTP und NFS. Gerade letzteres macht sie zu einem idealen Kandidaten für ein Netzwerk mit Linux-Rechnern als Clients. Im Test gelang es mit wenigen Klicks, eine Freigabe von der NAS-Box auf einem Ubuntu-System via NFS einzubinden und zu nutzen. Auch als SMB-Share bereitete die Integration keine Probleme.
Das Webinterface bietet die Möglichkeit, gemeinsame und private Freigaben anzulegen. Nutzen Sie eines der von Linux bekannten Dateisystem Ext2 oder Ext3, so bietet die NAS-Box außerdem die Möglichkeit, den Platzverbrauch einzelner User durch Quotas einzuschränken. Auch unbotmäßigen Platzverbrauch des Gast-Users schieben Sie so bei Bedarf einen Riegel vor.
Auf der rechten Seite des Web-Interfaces finden Sie die Hauptmenüpunkte, mit denen Sie Benutzer, Gruppen und Shares verwalten. Von dort öffnen Sie auch die Logfiles für die verschiedenen Dienste – so haben Sie bei Problemen schnell den Überblick, wo es hakt (Abbildung 2).

Abbildung 2: Mit den Logfiles haben Sie Probleme beim Zugriff auf die Daten auf der IB-NAS4210-B schnell im Griff.
Insgesamt wirkt das Design der Bedienoberfläche etwas altbacken. Mit etwas CSS und Gehirnschmalz ließen sich hier leicht kleinere Korrekturen einbauen, um die Oberfläche sowohl in Sachen Aussehen als auch Benutzbarkeit aufzuwerten. In der derzeitigen Form laufen die einzelnen Steuerelemente oft einfach hintereinander nach unten weg, obwohl sich an manchen Stellen ein Gruppieren anbietet.
Neben den genannten Protokollen versteht sich der Server auf die Kommunikation via UPnP-AV und das iTunes-Protokoll. Bei der UPnP-AV-Software handelt es sich aber um eine Testversion, die auf 30 Tage Laufzeit beschränkt ist.
Fazit
Raidsonics Icybox NAS4210-B fällt durch einen angenehm niedrigen Geräuschpegel auf. Außer der Festplatte arbeiten in dem Gehäuse keine beweglichen Teile. Der ARM-Prozessor bewältigt die haushaltsüblichen Datenmengen zufriedenstellend, das Webinterface des Geräts zeigte sich im Test manchmal etwas träge. Da es aber nach einer Grundkonfiguration eher selten zum Einsatz kommt, stört dieser Aspekt nicht weiter.
Infos
| Bezeichnung | IB-NAS-4210-B Gigabit NAS |
| Hersteller | Raidsonic (http://www.raidsonic.de) |
| CPU | ARM9, 300 MHz |
| Schnittstellen | 1 x RJ45 (GB-Ethernet), 1 x USB 2.0 Host, 1 x USB 2.0 Device |
| Protokolle | Samba, FTP, NFS, DHCP, Printserver, iTunes, UPnP-AV |
| Preis (ca.) | 110 Euro |





