Norwegen zahlt für Open-Office-Einsatz

Norwegen zahlt für Open-Office-Einsatz

Um die Abhängigkeit von Microsofts Produkten zu verringern, fordert die norwegische Regierung, dass der öffentliche Sektor mehr Open-Source-Produkte einsetzen soll. Die norwegische Ministerin für Bundesverwaltung und Reform, Heidi Grande Røys, will in diesem Rahmen zwei Millionen Kronen (225,000 EURO) an das nationale Competence Center für Freie Software geben.

Mit dem Geld soll das Competence Center OpenOffice für öffentliche Berichte, die Buchhaltung und das Archivwesen im Regierungseinsatz anpassen und dort zugleich für die freie Bürosuite werben.

“Ich möchte so eine verschärfte Konkurrenzsituation auf dem Markt der Bürosoftware simulieren”, begründet Røys ihren Schritt. “Open Office eignet sich als gute Alternative zu den Programmen der Lieferanten in diesem Segment. Das Problem ist, dass spezialisierte Programme und Open Office nicht immer optimal zusammenarbeiten. Die ausgeschriebene Summe soll das lösen.”

Im April 2006 kündigte die norwegische Regierung ein Programm an, um langfristig auf Open-Source-Software umzusteigen und sich aus der Abhängigkeit von Microsoft und anderen kommerziellen Anbietern zu befreien.

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1 Kommentar
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arebenti
17 Jahre her

Das ist gerade der Punkt. Der Einsatz quelloffener Produkte nützt auch den Nutzern von markdominanten Alternativen, indem er sich positiv auf die Beschaffungspreise auswirkt und das Wettbewerbsumfeld freundlich stímuliert. Dazu sind strategische Investitionen, hier ja relativ moderat, sehr sinnvoll.

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