Kritik am OpenOffice.org Projektmanagement durch Meeks

Kritik am OpenOffice.org Projektmanagement durch Meeks

Der Gnome-Entwickler Michael Meeks von Novell kritisiert den OpenOffice.org Entwicklungsprozess, insbesondere die beschränkten Möglichkeiten “upstream” beizutragen, und den Einfluss von SUN Microsystems. Aufgrund von “schmutzigen” Statistiken weist er nach, dass SUN sich aus der Entwicklung zurück ziehe und die Bürokratie das Projekt unattraktiv für freiwillige Entwickler mache. OpenOffice.org lege Wert auf Community-Marketing aber zu geringen Wert auf Entwickler aus der Community.

Herr Meeks schlägt zwei Maßnahmen vor, um dem Projekt neuen Schub zu geben:

1. Eine Reform des “politischen Systems” von OO.org mit dem Ziel mehr Kontrolle in die Hand der Entwickler zu legen. Dies würde den “schrecklich demotivierenden und kaputten” Prozess überwinden, der das Beitragen von Code verhindere und Freiwillige anziehen. Sobald Freiwillige aktiv und involviert seien, solle man ihnen zuhören statt sie zu bevormunden.
2. Distanz des Projektes von SUN herstellen: weniger Markenpflege, bestimmt weniger hierarchische Steuerung, die Anforderung begrenzen zunächst alle seine Rechte an SUN abzutreten. Besser sei es auch das Eigentum des Codes mit einer gemeinnützigen Organisation zu teilen um Stabilität und eine unabhängigere Zukunft zu garantieren.

Insbesondere Meeks zweite Forderung läuft auf ein Ende der dualen Lizenzierung durch SUN hinaus. Novell unterstützt seit einiger Zeit einen Downstream-Fork von OpenOffice.org (auf go-oo.org), den Herr Meeks interessierten Entwicklern empfiehlt. Novell implementiert im Vertrag mit Microsoft zahlreiche MS-Technologien und hat diese und zahlreiche Optimierungen zu seiner Version beigetragen.

[1] http://www.gnome.org/~michael/blog/ooo-commit-stats-2008.html
[2] http://go-oo.org/developers/

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