Der Hard- und Software-Hersteller SGI hat seine Lizenz für die 3D-Schnittstelle GLX nachgebessert. Sie erfüllt nun die Anforderungen der Free Software Foundation (FSF) an freie Software. Die “OpenGL Extension to the X Window System”, kurz GLX, stammt von SGI und erweitert das X-Window-System um 3D-Render-Befehle, indem sie X und OpenGL verbindet. Sie ist die Grundlage für zahlreiche 3D-Programme in der Open-Source-Welt.
Einem Hinweis des OpenBSD-Projekts folgend hatte die FSF in der Lizenz Klauseln festgestellt, die die Kompatibilität mit freien Software-Lizenzen störten. Das Free Software Compliance Lab der FSF habe daraufhin mit SGI an der Revision der Lizenz gearbeitet. In ihrer Presseerklärung dankt die FSF dem Hersteller.
SGIs Linux-Chef Steve Neuner ergriff die Gelegenheit, um in der Pressemitteilung das Engagement der Firma für freie Software zu betonen: “SGI ist ein leidenschaftlicher Unterstützer von freier und Open-Source-Software im kommerziellen Lager. Für uns war es daher wichtig, unsere bisherigen Beiträge in Sachen OpenGL unter die neue Lizenz zu stellen. Diese Lizenz stellt sicher, dass alle Anwendergemeinden in den Genuss unserer Beiträge kommen und dass sie ihre Arbeit ohne Hindernisse fortsetzen können. Sowohl X.org als auch Mesa können unseren Code weiter in freier Software und GNU-/Linux-Distributionen benutzen. Damit gilt mehr denn je: Software unter der früheren GLX-Lizenz und der SGI Free Software License B ist freie Software.”





