Wine verbessert Support für Google Chrome – BSI warnt

Wine verbessert Support für Google Chrome – BSI warnt

Das freie Projekt Wine hat die neueste Version 1.1.4 seiner Laufzeitumgebung veröffentlicht. Mit dabei: Besserer Support für Googles Chrome. Unterdessen warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie vor dem Einsatz des neuen Browsers.

Wine 1.1.4 kommt nur zwei Wochen nach seiner Vorgängerversion 1.1.3 und bringt neben Fehlerbehebungen vor allem auch bessere Unterstützung für den neuen Google-Browser Chrome. Die Entwickler berichten außerdem über die Implementierung wesentlicher Teile von WinHTTP und bessere Javaskript-Unterstützung. Eine vollständige Liste der Änderungen steht auf der Projektseite, Binärpakete für Wine 1.1.4 sollen in Kürze folgen. Der Quellcode kann auf dem Portal Sourceforge heruntergeladen werden.

Unterdessen warnt das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) die Anwender vor dem sorglosen Einsatz des neuen Browsers: In einem Interview mit der Berliner Zeitung bezeichnete BSI-Pressesprecher Matthias Gärtner den Browser als „bequem, aber kritisch“. Das BSI sieht es als problematisch, dass Google den Browser in seiner Testversion einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Zum einen deshalb, weil technisch wenig versierte Anwender Sicherheitsprobleme besonders zu spüren bekämen, zum anderen hält die Behörde die Datensammelwut des Konzerns für bedenklich.

In den Nutzungsbedingungen für Google Chrome steht unter anderem, dass Daten, die in die Adresszeile eingegeben werden, an Google gesendet werden. Dies ist die technische Voraussetzung, damit der Browser Vorschläge für Webseiten oder Begriffe generieren kann. Aber auch andere Informationen wie Dateien, Anwendungen und Dienste können unter bestimmten Umständen an Google übertragen werden. Umstritten sind auch die Lizenzbedingungen des Browsers (LinuxCommunity berichtete).

Nachtrag: Erstaunlich ist bei der BSI-Warnung das alleinige an-den-Pranger-Stellen von Googles Chrome, derzumal andere Browser wie Firefox oder Internet Explorer, die zudem einen höheren Marktanteil haben als Chrome, schon seit langer Zeit Daten an den Hersteller schicken und den Surfer ebenfalls mittels einer eindeutigen ID identifizieren.

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