In seiner Keynote zur OSCON (O’Reilly Open Source Convention) im amerikanischen Portland (Oregon) sprach Ubuntu-Mäzen Mark Shuttleworth über seine Vision eines zukünftigen Linux. Die Herausforderung der nächsten zwei Jahre bestehe laut Shuttleworth darin, Linux, das “stabil und robust und nicht so hübsch” sei, “in etwas zu verwandeln, das Kunst ist”.
Er rief die Entwickler dazu auf, Apple nicht nur zu emulieren, sondern es in Designbelangen zu überholen. Er verwies auf das iPhone, das eine ungetrübte Softwareerfahrung biete. Es gäbe einen Bedarf an schöner und eleganter Software. Dabei helfe es unter anderem auch, feste Release-Zyklen für die Software-Entwicklung festzulegen.
Zugleich sprach sich Shuttleworth gegen Werbebanner in freier Software aus: Das funktioniere sicherlich für Webseiten, nicht aber für Open-Source-Anwendungen. Hier seien vielmehr Dienste auf Subskriptionsbasis ein Weg, um Geld zu verdienen.
Nicht zuletzt sprach der Ubuntu-Gründer auch über den Konkurrenten Microsoft. Er rief die Entwickler dazu auf, auf die Kompatibilität mit Microsofts Produkten zu achten, auch wenn sie diese selbst nicht nutzen. Die Plattform-Toleranz sei notwendig, da es zahlreiche Anwender gäbe, die plattformübergreifend arbeiten.






Apple in Designbelangen überholen zu wollen, ist meiner Meinung nach utopisch. Apples Design ist auch nicht immer in allen Belangen konsenzfähig, gerade dort, wo es bestimmte Funktionalitäten der einfachen Bedienbarkeit opfert. Bei Apple entscheidet Steve Jobs und Punkt. Ich sehe nicht, wie eine freie Entwicklergemeinde sich auf ein einheitliches “human interface design” (HID) einigen könnte, ohne daß es einen “freundlichen Diktator” gibt. Und selbst WENN sich alle OpenSource Entwickler auf ein HID einigen würden, glaube ich nicht, daß das die schlichte Eleganz des Apple Designs erreichen würde. Sehr wohl aber glaube ich, daß es an Funktionsumfang und Vielfalt überlegen wäre.… Mehr »