Zattoo landet Coup

Zattoo landet Coup

Die Macher der P2PTV-Software Zattoo (wir berichteten) haben heute einen Coup gelandet: Die proprietäre aber auch für Linux-Nutzer kostenlos erhältliche Anwendung sendet ab sofort 22 öffentlich-rechtliche Fernsehkanäle. Neben ARD und ZDF lassen sich auch zahlreiche dritte Programme empfangen (NDR, WDR, HR) sowie Sender, die gewöhnlich nur über das digitale Kabel in die Haushalte gelangen, etwa den Theaterkanal des ZDF.

Damit verdoppelt Zattoo die Zahl der bisher angebotenen Sender nicht nur, sondern kommt zugleich aus der Nische heraus, da es nun nicht mehr nur Spartensender wie MTV oder Giga anbietet. Den Zuschlag dürfte Zattoo wohl auch bekommen haben, weil es die Software im Gegensatz zum Konkurrenten Joost für sämtliche Computerplattformen gibt.

Kein Aprilscherz: Zattoo zeigt jetzt öffentlich-rechtliche Fernsehsender – auch unter Linux.

Im Angebot von Zattoo fehlen nach wie vor die großen Privatsender wie Pro Sieben, RTL und Sat. 1. Obwohl die öffentlich-rechtlichen Sender das Angebot laut Heise Online zunächst einmal ein Jahr lang testen wollen, geraten die Privatsender nun in Zugzwang, da vor allem die jungen Zielgruppen zunehmend ins Internet abwandern.

Eine Aufnahmefunktion bietet die Software noch nicht an, doch es genügt ein schneller Internet-Zugang, um die Sender im Vollbildmodus und in ausreichender Qualität zu sehen, wofür im Hintergrund eine P2P-Struktur sorgt. Per Knopfdruck lässt sich auch ein Programmführer aufrufen, der aktuell aber nur die Vorschau für einige der öffentlich-rechtlichen Sender anbietet.

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