Google hat die Liste der Organisationen veröffentlicht, die während des “Google Summer of Code 2008” Nachwuchsentwickler betreuen dürfen. Nach Aussagen des Suchmaschinenbetreibers standen rund 500 Organisationen zur Wahl, 175 Open-Source-Projekte kommen nun als Mentoren zum Zug. Diese sollen junge Informatiker in Projekten betreuen, die mit einem Programmierstipendium finanziert ihr Talent unter Beweis stellen sollen.
Die Projekte halten für die Bewerber einen Ideen-Pool für Programmieraufgaben bereit. Außerdem werden Projektmitarbeiter benannt, die die Studenten während ihrer Arbeit betreuen, die Mentor-Organisation vertreten und den Kontakt zu Google halten. Auf der diesjährigen Liste steht die Open-Source-Prominenz von A bis Z, vom freien Webserver Apache, über den Browser Mozilla bis hin zum Applikationsserver Zope. Aber auch viele kleinere Projekte bekommen eine Chance. Insgesamt stehen 25 Namen mehr auf der Liste als vorgesehen, “wegen der überragenden Qualität der Applikationen”, wie es in der Erklärung heißt.
Die 175 Mentoren stellen auf jeweils eigenen Webseiten ihre Ideen für Projekte vor, die Google dann eventuell fördert. Apache schlägt beispielsweise “ode-monitor” vor. Hier soll mit Hilfe von Ajax eine Monitoring-Konsole für die Apache Orchestration Director Engine (ODE) entstehen. Betreuen würde diese Aufgabe der Entwickler Tammo van Lessen.
Die freie Linux-Distribution Debian stellt den Wettbewerb unter die Leitung des erfahrenen Steve McIntyre, der derzeit auch für die Wahl zur Debian-Projektleitung kandidiert. Als Projekt vorstellen könnten sich die Debian-Leute zum Beispiel einen Datenbank-Manager, der biologische Datenbanken innerhalb Debians integriert und verwaltet, aber auch verbesserter Support für Network Attached Storage (NAS) wäre erwünscht.
Die Juristen vom Software Freedom Law Center (SFLC) haben unter dem Namen Loblaw ein neues Softwareprojekt gestartet, und hätten hier schon erste Aufgaben zu vergeben. Der Traum vieler Informatikstudenten wäre sicher, von Linus Torvalds persönlich betreut zu werden: Die Chancen auf den einen oder anderen Tipp vom Linux-Erfinder stehen bei den Projektideen der Linux-Foundation sicher nicht schlecht. Gern sähe man hier eine verbesserte Druckerunterstützung, zum Beispiel eine Integration der PAPI-Schnittstelle in CUPS.
Interessierte Studenten sollten spätestens jetzt nach Projektideen suchen und diese mit den Mentoren besprechen: Vom 24. bis 31. März können sie sich um ein Stipendium bewerben.
Der Google Summer of Code wird seit 2005 jährlich organisiert und hat bislang mehr als 1500 Studenten mit rund 2000 Mentoren aus 90 Ländern zusammengebracht. Die geförderten Studenten erhalten neben dem Ruhm 4.500 US-Dollar, die Mentor-Projekte bekommen jeweils 500 US-Dollar Fördergeld.





Hi Britta,
kannst Du den unwissenden (auch bei Google und Wikipedia nichts passendes gefunden) erklären, was es mit der PAPI-Schnittstelle auf sich hat.
Ciao
Ulf
Hi Ulf,
vielleicht hilft dir das weiter: PAPI steht für OpenPrinting API: https://www.linux-foundation.org/en/OpenPrinting/PAPI.
Sie soll dafür sorgen, dass Anwendungen protokollunabhängig mit Druckern reden.
Grüße
Kristian