UMTS Linux-Handy für unter 100 Dollar

UMTS Linux-Handy für unter 100 Dollar

Der Philips-Sprössling NXP und die Firma Purple Labs bieten ein Handy an, das dem UMTS-Standard gerecht wird, das mit Linux läuft und unter 100 US-Dollar kostet. Gedacht ist das Mobiltelefon für die so genannten Entwicklungsmärkte, zu denen Osteuropa, Lateinamerika und Südostasien gehören – in Deutschland wird man es also vermutlich nicht bekommen.

Das Handymodell NXP 7210 erlaubt die üblichen Dienste für die dritte Generation von Mobiltelefonen: Es beherrscht Videotelefonie, bringt eine 3-Megapixel-Kamera mit, kann Musik und Videos abspielen (MP3, AAC, H.263, H.264, MPEG-4) und hängt mit einer Breitbandanbindung am Internet (UMTS Release 99 mit 384 kbit/s DL/UL und EGPRS mit 236 kbit/s DL/UL). Es bringt einen virtualisierten 2.6.23er Kernel mit sowie einen ARM926-Prozessor mit 221 MHz. Dank der Virtualisierung kann das Mobiltelefon sein Modem mit einem Real-Time-OS betreiben, während sich Linux um die Multimedia-Anwendungen kümmert.

Eine erweiterte Version 6712 soll auch Bluetooth 2.0+EDR und WiFi beherrschen und zudem in der Lage sein, 3D-Grafik einzusetzen. Dieses Modell, das im 2. Quartal 2008 erscheinen soll, hat einen 360 MHz ARM926-Prozessor und einen aktuellen Kernel 2.6.24 an Bord und dürfte etwas teurer sein, als das aktuelle Basismodell. Es könnte dafür aber auch in West- und Mitteleuropa zum Einsatz kommen.

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