Gestern gab die französische Gendarmerie bekannt, Windows von ihren Rechnern verbannen und durch Ubuntu Linux ersetzen zu wollen. Die Polizisten arbeiten schon fast drei Jahre mit freier Software: 2005 verzichteten sie zugunsten von OpenOffice auf MS Office, ein Jahr später mussten der Internet Explorer und Outlook dem Gespann Firefox und Thunderbird weichen.
Jetzt möchte die Behörde komplett auf freie Software umsatteln. “Wir werden Linux auf jedem Computer einsetzen, den wir austauschen. Dieses Jahr erwarten wir, 5000 bis 8000 Desktops auf Ubuntu zu migrieren, 12.000 bis 15.000 in den nächsten vier Jahren und bis 2013/2014 soll jeder der rund 70.000 Desktops unter Linux laufen”, so Colonel Nicolas Geraud, Chef der IT-Abteilung.
Auf der Solution Linux 2008 gab Geraud drei Gründe für den Wechsel an: die Unabhängigkeit von einem Hersteller, die volle Kontrolle über das Betriebssystem und zu guter Letzt die Kosten. So sollen allein die Lizenzeinsparungen sieben Millionen Euro pro Jahr betragen. Geraud gibt auch an, dass die Linux-Benutzeroberfläche für den professionellen Einsatz die fortschrittlichste im Vergleich mit anderen Betriebssystemen ist.
Die Gendarmerie ist mit ihren 100.000 Mitarbeitern die größte Behörde in Frankreich, die ein freies Betriebssystem einsetzt, aber sie ist nicht die erste. Das war die Baubehörde, die im vergangenen Jahr ihre 1.200 Rechner auf Linux umstellte – ebenfalls Ubuntu.





Ich finde den Schritt der Gendarmerie sehr gut. Einmal, weil so der Gedanke von freier Software noch mehr verbreitet wird und weil die Gendarmerie Millionen !im Jahr! spart und so sich mehr Polizisten oder eine bessere Ausbildung sich leisten kann.
Da könnten die deutschen behörden was abgucken.