Open Source Austria eröffnet am 11. Februar ein Open-Source-Kompetenzzentrum in Wien mit dem Ziel, eine zentrale Auftrags- und Jobdatenbank für IT-Dienstleister und Auftraggeber aufzubauen und Lobbyarbeit für Freie Software zu betreiben.
Hinter Open Source Austria verbirgt sich eine Vereinigung österreichischer Open-Source-Dienstleister und Entwickler, wie beispielsweise OSNet, das Unternehmen hinter der Distribution sol-linux oder das österreichische Systemhaus go mobile. Insbesondere die Kontakte zu Kommunen, Behörden und Bildungseinrichtungen will der gemeinnützige Verein stärken. Neben Dienstleistungsangeboten rund um Freie Software wollen die Mitglieder vor allem verstärkt für den Einsatz von Open Source werben und hierzu beispielsweise Schulen und Universitäten addressieren.
Das vorerst mit zwei freien Mitarbeitern noch klein besetzte Büro hat große Ziele: Als Partner wollen die Gründer die Stadt München, den deutschen Linuxverband und den Open Source Business Foundation in Nürnberg gewinnen. In einer Diskussionsrunde Ende Januar soll der Rahmen für eine Zusammenarbeit mit österreichischen Behörden und Organisationen geklärt werden, hierunter die Gemeinde Wien, die OS-Experts der Wirtschaftskammer Österreichs, die österreichische Computergesellschaft OCG und die Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Der Vorsitzende der Open Source Austria, Peter Prohaska, sucht weitere Unterstützung: “Ich bin davon überzeugt, dass sich mehrere Unternehmen und Organisationen an diesem Projekt sowohl personell als auch finanziell beteiligen werden, da ein solches Open-Source- Kompetenzzentrum unserer Meinung nach eine Chance für Österreich ist, sich im europäischen und internationalen Umfeld stärker zu behaupten.”
Eine jährliche österreichische Open-Source-Business-Veranstaltung mit Entwicklerkonferenz ist gleichfalls geplant. Als erstes konkretes Projekt wird derzeit eine Datenbank aufgebaut, in der Open-Source-Software für Unternehmenszwecke nach wirtschaftlichen und technischen Kriterien bewertet wird. Unter der Webadresse OS4Enterprise.com sollen IT-Verantwortliche ab Mitte Februar 2008 eine Entscheidungshilfe finden, mit Beschreibungen zu Anwendungen aus den Bereichen ERP, CRM, Content Management oder Business Intelligence.




