Apple öffnet WebKit für externe Entwickler

Apple öffnet WebKit für externe Entwickler

Apple-Entwickler Maciej Stachowiak kündigte diese Woche eine neue Richtlinie für Entwickler an WebKit – einer HTML-Render-Bibliothek – an. Sie soll die Kluft zwischen Apple-Entwicklern und externen Programmierern schließen. Die Richtlinie ermöglicht Mitgliedern der KDE-Community und externen Entwicklern Zugang zum Webkit-CVS.

Webkit ist eine freie HTML-Rendering-Engine, die unter der Federführung von Apple entwickelt wird und auf der die KHTML Rendering-Engine des KDE-Projekts basiert. Außer in Apples Browser Safari und auf dem iPhone kommt das unter der LGPL und teilweise unter BSD-Lizenz stehende Webkit in zahlreichen Projekten zum Einsatz. Trolltechs Entscheidung, Webkit in QT zu integrieren, veranlasste die KDE-Community, neue KHTML-Features in Webkit einzubringen und Webkit eventuell zu portieren.

Die Portierung ist umstritten, weil die KDE-Community dazu einen gewissen Einfluss auf die Webkit-Entwicklung braucht. Das KDE-Team hat Vorbehalte gegenüber einer Verwendung von Webkit anstelle von KHTML, da Webkit von Apples kommerziellen Interessen abhängt. Apples neue Richtlinie räumt einige dieser Bedenken aus und demonstriert den guten Willen, auch externe Entwickler an der Zukunft der Engine teilhaben zu lassen.

KDE-Entwickler Aaron Seigo hat die neue Richtlinie in einem Blog-Eintrag ausdrücklich begrüßt. Dies sei ein Schritt in die richtige Richtung und das KDE-Team ermuntere Apple und alle geschäftlichen Interessenten rund um Webkit zu einer besseren und vertrauensvolleren offenen Strategie.

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