Das Jahr des Linux-Desktops rückt näher. Was seit Dekaden eher als Scherz innerhalb der Community kursierte, könnte bald Wirklichkeit werden – im Ernst!
Als ich die ersten Schritte in der Open-Source- und Linux-Welt tat, hörte ich immer wieder den Satz: “Nächstes Jahr wird das Jahr von Linux auf dem Desktop.” Jung und naiv fragte ich damals: “Spannend, wie kommst du darauf?” Grinsende Gesichter und Lachen erübrigten eine Antwort. Ich wollte trotzdem wissen, was es damit auf sich hat, und löcherte meinen Chefredakteur Jörg Luther dazu. Unumwunden deklarierte er die Worte als Running Gag. Schließlich sah es tatsächlich jahrzehntelang so aus, als würde Linux auf dem Desktop kaum eine Rolle spielen. Das Betriebssystem galt als zu schwierig für die breite Masse. Heute fällt zwar der Satz vom Jahr des Linux-Desktops nicht mehr allzu häufig, aber sein Inhalt ist aktueller denn je – Stichwort digitale Souveränität und Co.
FOSS und Linux gewinnen in unterschiedlichen Bereichen unaufhörlich an Relevanz. Mitverantwortlich dafür sind nicht nur die zahlreichen, aktiven Communities oder Branchenverbände wie die Open Source Business Alliance (OSBA), sondern auch das Verhalten von Unternehmen wie Microsoft und gesellschaftliche und (welt-)politische Entwicklungen. Letztere dürften womöglich die “Zeit” [1] oder – man lese und staune – die “Gala” [2] dazu bewogen haben, Artikel zum Umstieg auf Linux zu veröffentlichen. Beide Publikationen springen aus meiner Sicht lediglich auf einen fahrenden Zug auf. Tatsächlich könnten sie ihn allerdings beschleunigen, denn: Die “Zeit” beispielsweise glänzt laut IVW 4/2025 mit einer Reichweite [3] von 1,86 Millionen und einer verkauften Auflage von 624 587 Exemplaren.
Nachgefragt
Als LinuxUser-Redaktion sitzen wir schon ein Vierteljahrhundert im fahrenden Zug und freuen uns über die positiven Entwicklungen. Endlich scheinen die Zeiten angebrochen, in denen geschieht, was die Community beharrlich seit Jahrzehnten halb wünscht, halb ulkt. Obgleich und eben weil wir vergleichsweise lange im Geschäft sind, nehmen wir die Veränderungen in unserer Szene – und nicht nur dort – deutlich wahr.
Deshalb möchten wir von Ihnen wissen, was Sie thematisch umtreibt: Wofür interessieren Sie sich im Open-Source- und Linux-Universum oder womöglich darüber hinaus? Welche Rolle spielt KI für Sie? Wovon möchten Sie mehr lesen? Interessieren Sie sich für die politischen Entwicklungen rund um IT, Digitalisierung und Datenschutz?
Wir freuen uns auf Ihr konstruktives Feedback. Schreiben Sie uns dazu einfach eine E-Mail an mailto:redaktion@linux-user.de.
Herzliche Grüße,

Carina Schipper Reuß
Stellv. Chefredakteurin, Strategy & Operations
Infos
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“Ich bin auf Linux umgestiegen und Sie sollten das auch tun”: https://www.zeit.de/digital/2026-02/linux-umstieg-betriebssystem-alternative-tech-konzerne
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“Warum Linux eine Alternative sein könnte”: https://www.gala.de/lifestyle/trends/kein-bock-mehr-auf-windows—warum-linux-eine-alternative-sein-koennte-24552652.html
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Mediadaten “Zeit”: https://iqmedia.de/portfolio/die-zeit/





