Die von Canonical finanzierte Linux-Distribution Ubuntu 7.10 (Codename Gutsy Gibbon) ist zum Download bereit. Dabei stehen fünf Versionen zur Wahl. Neben Ubuntu sind das Kubuntu, Edubuntu, Xubuntu und Gobuntu, das nur freie Software einsetzt.
Das Gnome-basierte Ubuntu setzt Version 2.20 des Desktops ein, KDE liegt in Version 3.5.8 bei. Zu den Highlights auf dem Desktop gehören die Desktop-Effekte von Compiz Fusion, die automatische Druckerkonfiguration, das freie Flash-Substitut Gnash und die automatisierte Installation von Firefox-Plugins.
Bei der Server-Version stellen die Entwickler neben AppArmor die Möglichkeit in den Vordergrund, vorkonfigurierte E-Mail-, Drucker- und Datenbankserver zu nutzen. Weitere Merkmale: Kernel 2.6.22, X.org 7.2, GCC 4.2.1, Glibc 2.6.1. Open Office liegt in Ausgabe 2.3 vor. Von Gimp ist 2.4 als Testversion dabei.
Im Dual-Boot-Gespann mit Windows birgt Ubuntu ebenfalls Neues und erlaubt dem Benutzer das Lesen und Schreiben von Dateien auf Windows-Partitionen inklusive NTFS-Dateisystemen.
Zum Download auf zahlreichen Mirrors stehen neben Ubuntu auch die KDE-Variante Kubuntu, die XFCE-Variante Xubuntu sowie die Schulversion Edubuntu und das von jeglichem proprietären Code freie Gobuntu bereit.






Wie habe ich mir die “automatisierte Installation von Firefox-Plugins” vorzustellen? Das automatisierte Installieren über den Add-On-Manager unter “Extras => Add-ons => Erweiterungen herunterladen” im Firefox ist mir natürlich geläufig, aber was ist eine “automatisierte Installation” darüber hinaus, bzw. was löst diese aus? Irgendwie kann ich mir nichts darunter vorstellen.
Argh, jetzt lüftet sich der Schleier: Du hast von PLUGINS gesprochen — und ich war bei ERWEITERUNGEN. Sorry. Sowas kommt dabei heraus, wenn man sich so spät in der Nacht dank seniler Bettflucht noch an den Rechner setzt…
Hab mit meinem System und der Desktop-AMD64-Installation einige Probleme bemerkt:
Die Live CD bootet bei mir nicht in den Grafikmodus. Ich muss nach dem Start der CD erst mit ALT+F1 in eine Konsole wechseln, und mit “sudo /etc/init.d/gdm restart” die Gnomeoberfläche manuell starten.
Nach dem Start von Gnome bekomme ich die Fehlermeldung, dass HAL nicht gestartet werden konnte.
Die Installation verläuft nur schleppend, nach 1 h bleibt diese beim “Einrichten des Zielsystems” hängen.
Ich lade mir grade die “Alternate-Desktop-CD” und versuchs mit dieser nochmal.
Mein System:
AMD64 3000+
1 GB RAM
2x250GB SATA
ECS-Board und NVidia 6200 TC
Auch nach der Installation hatte ich die erwähnten Probleme. Die Lösung: In der Datein /boot/grub/menu.lst zu den Kernel-Optionen “acpi=off noapic noalpic” anhängen. Damit läuft mein System nun fehlerfrei. Das neue Ubuntu ist das beste bisher. Der NVidia-Treiber liess sich problemlos über die “Verwaltung eingeschränkter Treiber” installieren. Danach wurde automatisch Compiz aktiviert – tolle Effekte, aber leider geht dann GoogleEarth nicht. Also – deaktiviert. Als nächstes hab ich gleich “Automatix2” installiert, für Codecs & Co. Was ich super finde, dass mein Firefox sofort Flash und AcrobatReader kann. (Bei ner 64Bit-Installation mit Feisty war des noch ein bisschen aufwendiger). VMWare zu installieren… Mehr »
Kannst Dir auch mal VirtualBox anschauen. Das ist ähnlich wie VMWare und kommt
mit Kernel Modulen und allem drum und dran (in der etwas eingeschränkten Open
Source Edition) fertig aus dem ubuntu Repositories (universe glaube
ich). “sudo aptitude install virtualbox-ose virtualbox-ose-modules” und schon
kann es losgehen! Kein Gefrickel mit irgendwelchen perl Skripten notwendig.
Naja, HDD images sind glaube ich nicht kompatibel zwischen VirtualBox und
VMWare… wenn Du noch nicht all zuviel Arbeit in die VMWare Maschinen
gesteckt hast, dann ist VirtualBox aber sicherlich interessant;-)
Apparmor support ist deutlich übertrieben!
Ja das Kernel-Modul ist installiert und wird geladen, abereinfach ein Modul zu
laden reicht hier nicht: Da müssen auch noch anwendungsspezifische Profile
hinterlegt werden (welche Anwendung was darf). Da sieht es bei Gutsy düster
aus: Nur für CUPS und CUPS-pdf gibt es Profile im Standard-Install. In
universe kann man sich weitere herunterladen (apparmour-profiles), aber die
kommen scheinbar fast unverändert von opensuse und funktionieren auf Gutsy
nicht richtig. Hier ist Handarbeit angesagt (oder man löscht das Ding einfach
ganz, so bringt es schliesslich kaum einen Vorteil).