Die unaufhaltsam steigenden Speicherpreise erreichen erneut den eigentlich günstigen Raspberry Pi. Dessen Hersteller sieht sich gezwungen, die Preise noch einmal anzuziehen. Dabei liegt die letzte Preiserhöhung gerade einmal zwei Monate zurück.
Laut Raspberry-Pi-Gründer Eben Upton hätten sich seit dem letzten Quartal die Kosten für einige Hardwarekomponenten mehr als verdoppelt. In der Folge muss sein Unternehmen die Preise für den Raspberry Pi 4 und 5 sowie das Compute Module 4 und 5 erhöhen.
Die Steigerungen sind dabei teilweise saftig: Während die Modelle mit 2 GByte nur 10 US-Dollar mehr kosten, muss man für eine 16 GByte-Variante schon 60 US-Dollar mehr auf den Ladentisch legen. Die Tastaturcomputer Raspberry Pi 500 und 500+ steigen ebenfalls entsprechend im Preis, nur das Vormodell Raspberry Pi 400 bleibt bei 60 US-Dollar. Wie sich die Preise im Euro-Raum entwickeln, lässt sich noch nicht ganz absehen: Im Einzelhandel ist der Raspberry Pi 5 mit 16 GByte Speicher derzeit zwischen 175 und 260 Euro zu haben – wenn er denn gerade lieferbar ist.
Nicht betroffen von den Preiserhöhungen sind die Raspberry-Pi-Modelle 4 und 5 mit 1 GByte Speicher. Bei diesen habe man laut Upton den Preis halten können. Allerdings muss die Raspberry Pi Ltd auch aus rechtlichen Gründen ein sehr günstiges Modell anbieten.
Ebenfalls nicht teurer werden der Raspberry Pi Zero und andere ältere Modelle wie der Raspberry Pi 3. Anders als die neuen Ausgaben nutzen diese Rechner LPDDR2-Speicher, der bei Raspberry Pi Ltd noch in hohen Stückzahlen im Lager liegen soll. Für die derzeit explodierenden Preise beim LPDDR4-Speicher macht Eben Upton in seiner Ankündigung vor allem den Bedarf der KI-Industrie verantwortlich.





