In seinem ersten Release des Jahres verbessert die geschwindigkeitsoptimierte Distribution CachyOS den Installationsassistenten. Das Startmedium nutzt einen neuen Display-Manager und bootet standardmäßig in eine Wayland-Sitzung.
Im Installationsassistenten kann man jetzt direkt den Bootloader auswählen, standardmäßig kommt Limine zum Einsatz. Des Weiteren erkennt der Assistent die verwendete Prozessorarchitektur schon zu Beginn des Installationsprozesses. Mit diesem Wissen kann er sich den Download einiger Pakete sparen – womit laut den Entwicklern rund 1 GByte weniger durch die Leitungen wandern. Modifiziert kommen die Mount-Optionen von Btrfs-Dateisystemen daher, die jetzt standardmäßig den Kompressionsgrad 1 nutzen.
Auf Framework-Laptops mit Zen-5-Prozessoren lässt sich CachyOS wieder problemlos installieren. Des Weiteren blockiert der Assistent sicherheitshalber die Installation, wenn die EFI-Partition zu klein für einen reibungslosen Betrieb sein sollte.
Das Live-System startet eine Wayland-Sitzung und nutzt den Plasma Login Manager. Letztgenannter ersetzt auch in neuen Installationen den alten SDDM. Das Startmedium enthält sowohl einen stabilen, als auch einen LTS-Kernel. Das soll vor allem die Kompatibilität mit neuer Hardware verbessern. Wer GNOME einspielt, darf sich über eine aufgeräumte Desktop-Umgebung freuen. Die Niri-Einstellungen haben die Entwickler überarbeitet, CachyOS nutzt zudem Noctalia.
Kleine Anpassungen gab es in der Grafikkartenabteilung: Auf älteren Nvidia-Karten installiert die Distribution „nouveau-fw“ und unterstützt VA-API auf Grafikkarten der Kepler-Reihe. Das Nvidia-Kernel-Modul nutzt die Einstellung „EnableAggressiveVblank“ und kommt somit Low-Latency Displays entgegen. Das „AI-SDK“ unterstützt neuere AMD-Grafikchips. Auf RDNA4- und RDNA3-Karten offeriert Proton-CachyOS jetzt auch eine FSR4 ML Frame Generation.





