ISO lehnt Microsofts Office Open XML ab

ISO lehnt Microsofts Office Open XML ab

Wie die Internationale Standardisierungsorganisation ISO bekanntgab, ist Microsofts Office-Open-XML-Format (OOXML) in der Vorabstimmung gescheitert.

Insgesamt 103 Mitgliedsländer der Organisation waren aufgerufen, ihre Stimmen bis zum 2. September abzugeben – nun liegt das Votum vor: 53 Prozent der Stimmen befürworteten den Antrag auf Anerkennung als ISO-Standard, 26 lehnten ihn ab, wie die ISO mitteilt. Damit der eingereichte Vorschlag unter der Nummer ISO/IEC DIS 29500 den Standardisierungsprozess weiter durchlaufen hätte können, wäre die Zustimmung von zwei Dritteln der stimmberechtigten Länder nötig gewesen, die gegnerischen Stimmen hätten 25 Prozent nicht übersteigen dürfen.

Microsoft hatte im Dezember 2006 mit 6000 Seiten Dokumentation sein hauseigenes XML-Format zur Normung vorgeschlagen. Nachdem das freie Open Document Format ODF im Mai 2006 zum ISO-Standard wurde, war dies das zweite Büroanwendungsformat, über dessen Normung auf internationaler Ebene entschieden wurde.

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3 Kommentare
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Georg Schieche-Dirik
18 Jahre her

Eine Gute Nachricht! ‘werde ich gleich weiterleiten….

Schönen Tag noch
Georg

Screw-IT-Fix
18 Jahre her

Eine kleine Niederlage für Microsoft [ :) ] …. aber ein großer Schritt für die OpenSource-Gemeinde !!!!!!!!!!!

(frei nach Nil Amstrong)

Schadenfreude ist doch die beste … in dem Sinne

Screw MS … cheers Screw IT fix

Benjamin Quest
18 Jahre her

Vielleicht sollte man noch anmerken, daß durch die “ja mit Anmerkungen” Stimmen eine Wiedervorlage von (cs)OOXML an das ISO nicht ausschließen.

Eine Wiedervorlage ist sogar eher wahrscheinlich. Insofern sollte man von einer vorläufigen Ablehnung sprechen. Da bleibt also für MS noch genug Luft für Lobbyarbeit. Allerdings sind einige Mitgliedsländer der ISO jetzt (zurecht) aufgeschreckt und werden beim nächsten Mal sicherlich nicht nachlässiger prüfen.

Am Ende wird es aber wahrscheinlich doch ein ISO-OOXML geben, das für Mitbewerber genug und für die Zertifizierungsbehörde wenig genug Fallstricke enthält. Bleibt nur zu hoffen, daß bis dahin ODF Praxisstandard zumindest in Behörden geworden ist.

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