“Manchmal kann man mit ihm auch telefonieren, aber nicht immer”, so formulierte Michael Lauer den Entwicklungsstand des Mobiltelefons Neo 1973 (FIC) mit Betriebssystem OpenMoko auf der FrOSCon. Michael “Mickey” Lauer gehört zum Kernentwicklerteam, das in Zusammenarbeit mit dem taiwanesischen Hardwarehersteller FIC am weltweit ersten freien Betriebssystem für Mobiltelefone arbeitet.
Das Gespann Neo 1973 und OpenMoko befindet sich momentan noch in der Entwicklerphase, aber das Mobiltelefon wird das Erste sein, das mit dem Open- Source-Betriebssystem ausgestattet und individuell erweiterbar ist.
Ende Oktober/Anfang November 2007 werden in Phase 2 die ersten Testgeräte für Endnutzer ausgeliefert, bestätigte der Entwickler auf der Open-Source-Konferenz. Neben dem 2,8″ großen Touchscreen soll das Gerät im Gegensatz zum Entwicklergerät der Phase 1 über einen schnelleren Samsung-Prozessor mit 400 MHz verfügen und mehr Flash-Speicher (256 MByte) mitbringen. Zusätzlich zu GPS und GSM werden die Entwickler das Quad-Band-Handy mit WiFi, Grafikbeschleuniger sowie Beschleunigungssensoren ausstatten. Auf Software-Ebene wird es einfache aber funktionierende PDA-Features unterstützen. Der erwartete Preis liegt bei 450 US-Dollar in der Basisversion. Die mit zusätzlicher Entwickler-Hardware ausgestattete Variante soll ca. 600 US-Dollar kosten.
Langfristiges Ziel sei es, so Michael Lauer am gestrigen Sonntag, das Open-Source-Betriebssystem OpenMoko auch auf andere Geräte (etwa Motorola und Sharp Zaurus) zu portieren. Dann sei es endlich möglich, mit dem eigenen Telefon das zu machen, was man wirklich will.





Meiner Meinung nach könnte das Konzept zu einem totalen Renner werden. Wichtig ist zunächst einmal, daß das Ding wirklich zuverlässig funktioniert und intuitiv bedienbar ist. Sonst werden die Leute sich mit Grausen abwenden und der Riesenvorteil der offenen Konzeption wird nie ans Licht treten können. Der Riesenvorteil ist nämlich wirklich der, daß man mit seinem Mobiltelefon genau das machen kann, was man jetzt mit seinem PC macht und auch schätzt: nämlich sich selbst aus unterschiedlichen Quellen die Software zusammenzusuchen, mit der man am liebsten Arbeiten möchte. Jedes andere Handy ist immer limitiert auf das was drauf ist, bzw. bei den… Mehr »
Hi Benjamin, genau so geht es mir auch. Ich bin da deiner Meinung. Grundsätzlich stellt jeder Anwender unterschiedliche Anforderungen an sein Händy. Entscheidend ist aber das er am Anfang, Seine wesentlichen Funktionen schnell und effizient erreicht. Früher nannte man das mal Softwareergonomie, heute heißt es meist neudeutsch Usability, Übrigens beschäftigt sich die aktuelle Connect 09/2007 [1] ab Seite 14 mit dem Thema der Usability mit interessanten Informationen. Hier fallen fast alle Smartphons außer das iPhone gnadenlos durch (auch wenn ich niemals eines besitzen wollte). Aber genau da liegt der Vorteil eines offenen Systems. Es muß ja nicht Verkauft werden, weshalb… Mehr »
Der einzige Grund gegen ein iPhone wäre in meinem Fall die Tatsache wieder auf einem Anbieter-Lock-in zu hocken und für iTunes und Mobilfunkbetreibersperänzchen und wahrscheinlich fehlendem ogg-Support halbe Nächte zu verbringen um es am Ende dann doch mit Eugen Roth zu halten: Ein Mensch erhofft sich, fromm und still, Daß er einst das kriegt was er will, Bis er dann dem Wahn erliegt Und schließlich das will, was er kriegt. Aber als “Startpunkt” ist die Apples iPhone ein Pfund. Das könnten sie eigentlich dank OSX-Unterbau eigentlich auch auf der Konfigurationsseite voll ausbauen, aber das ist wohl eher nicht geplant (bzw.… Mehr »
Hi Benjamin,
so geht es mir auch (ich habe es allerdings schon etwa ein halbes Jahr im Auge, seit der ersten Veröffentlichung). Aber leider habe ich wegen akuten Handyversagen jetzt doch noch ein normales Handy (mit S60 OS) besorgt, was Dank Python for S60 [1], recht ordentlich erweiterbar ist.
Aber noch mal kurzer Nachtrag zu meiner Anmerkung zur Usability. Den Artikel gibt es zumindest Auszugsweise auch online [2]. Kann ich nur empfehlen, auch wenn das Linux Handy Motorolla Z6 erst ein paar Seiten später als normaler Test (und guter Bewertung) behandelt wird.
Ciao
Ulf
[1] http://research.nokia.com/research/projects/python-for-s60/index.html
[2] http://www.connect.de/themen_spezial/Handys-im-Usability-Test_179712.html
hmm… ich gebe Dir recht, aber mit einer Einschränkung. USABILITY nicht nur bei der Oberfläche Bedienung des Gerätes, sondern auch bei der INSTALLATION (zB von Zusatzsoftware, neuer GUI oder was auch immer)! Bin bis heute Nutzer eines guten alten Zaurus (Collie), aber wenn ich mir das ganze Gehampel da anschaue, was mit der INstalaltion von SW, Frameworks, Oberfläche etc. verbunden ist, dann würde das 99,8% der Nutzer abschrecken. Warum kaufen denn die Leute den iPod und nutzen das komische iTunes? Weil es für den ‘ich will mein Gerät einfach nur nutzen’-User ideal ist. Einstecken und geht. Linux als Selbstzweck ist… Mehr »
Ein Handy, das macht, was man will, macht evtl. auch, was andere wollen. Ich hoffe nur, dass der antivir-guard enthalten ist, um zumindest einen Alibi-Schutz zu haben. Dazu müssen Hotfixes schnell zur Verfügung gestellt werden. Außerdem soll das bei großen Datenmengen nicht still im Hintergrund geschehen, wenn z.B. nur unterwegs ein Messenger läuft und die Volumenuhr tickt, sondern wenn man sein Zuhause mit WLAN oder Bluetooth erreicht hat. Die Hardware ist sicher auch schnell genug für Spiele, doch fehlen ein Steuerkreuz und ein paar Knöpfe – ob als Spielerversion fest verbaut oder irgendwie zum anklipsen (dann ginge sogar ein etwas… Mehr »