Mit Kludge hat das KDE-Projekt die dritte an Entwickler gerichtete Vorschau auf KDE 4 veröffentlicht. Das Release mit der Versionsnummer 3.80.3 bringt die Rechtschreibkorrektur Sonnet mit, die im Gegensatz zu ihrem Vorgänger in KDE 3 selbsständig die Sprache des abgefassten Textes erkennt.
Außerdem enthält Kludge die Hardware-Bibliothek Solid, die es dem KDE-Team erlauben soll, hardwarenahe Features wie Netzwerkverwaltung oder Powermanagement besser in KDE zu integrieren. Bislang steuert fast jeder Distributor sein eigenes Tool für diesen Zweck bei. Erstmals enthalten ist der Dateimanager Dolphin, der Konqueror in dieser Funktion ablöst. Konqueror bleibt jedoch als alternativer Dateimanager erhalten.
Mit Dolphin erhält ein neuer Standard-Dateimanager Einzug in KDE 4. Er soll es Einsteigern erleichtern, durch das Dateisystem zu navigieren. Für Poweruser gibt es aber natürlich noch Konqueror.
Mit dieser zweiten Testversion trennen sich die Entwickler ausserdem von einem Großteil der X11-Abhängigkeiten. Damit ist KDE 4 dem Ziel, einzelne Anwendungen auch unter Windows und Mac OS X verfügbar zu machen, einen großen Schritt näher gekommen.
Im nächsten Schritt wollen die Entwickler nun die bereits zu großen Teilen fertiggestellten Oxygen-Icons in KDE 4 integrieren und die Plasma-Oberfläche soll Einzug erhalten. Beides zusammen wird das Gesicht von KDE 4 darstellen, weshalb die kommende Vorversion vermutlich erstmals für mutige Endbenutzer interessant werden dürfte.
Wer trotzdem bereits einen näheren Blick auf “Kludge” werfen möchte, lädt die Quellen herunter. Für OpenSuse gibt es im Buildsystem fertige Pakete, das Kubuntu-Team stellt seine Binärpakete auf Kubuntu.org bereit.







Dolphin ist wirklich gelungen, wer ihn schon mal einfach so testen möchte, es gibt den schlanken und schnellen Dateimanager auch für KDE 3.5.* [1].
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[1] http://enzosworld.gmxhome.de/
Auch Mandriva stellt Pakete zu Verfügung, im contrib-Zweig von Cooker [1]. Einzustellen mittels easy-urpmi [3].
Und wenn man schon schnellere Dateimanager (als Konqueror) anpreist, sollte man auf jeden Fall den Krusader [2] erwähnen.
Vor zwei Jahren nur mal schnell zum ausprobieren installiert und den Konqueror seither nicht mehr benutzt :-)
[1] ftp://ftp.informatik.hu-berlin.de/pub/Mirrors/ftp.mandrake.com/Mandrakelinux/devel/cooker/i586/media/contrib/release
[2] http://krusader.sourceforge.net/
[3] http://easyurpmi.zarb.org/
KDE in Version 3.5.x ist excellent. Das Gleiche wird bestimmt für die Reihe 4.x auch gelten. Was wirklich Schwierigkeiten bereitet, ist die Art wie man in der Open Source Welt miteinander umgeht. Das beste Beispiel dürfte der Browser Firefox sein und seine absolut nutzerunfreundliche Integration in KDE. Das ist kein Problem von KDE, sondern beruht offenkundig auf politischen Entscheidungen im Mozilla-Projekt. Wenn der derzeit populärste freie Webbrowser als strategische Waffe im Kampf der Desktopumgebungen eingesetzt wird, dann kann der Nutzer dabei nur verlieren. An KDE zu tüfteln ist gut, aber wenn künstlich die Zusammenarbeit mit Applikationen erschwert wird, wirkt das… Mehr »